3 Tipps, um deine Ziele endlich zu erreichen

Kennst du dieses Gefühl, wenn du etwas erreicht hast, für das du gar nicht so wirklich gebrannt hast? Wenn du etwas erreicht hast, sogar deine Erwartungen übertroffen wurden, obwohl es dir eigentlich gar nicht so wichtig war?

Ich auch nicht.

Das liegt wohl daran, dass ich noch nie etwas erreicht habe, das ich nicht wirklich wollte.
Früher zum Beispiel wollte ich irgendwann mal mehr Geld haben. „Irgendwann“ und „mal mehr“.
Oder ich wollte gern einen tollen Körper haben. „Gern“ und „einen tollen Körper“.
Auch einen Freund wollte ich. „Einen Freund“.

All das habe ich damals natürlich nicht erreicht. Ich bin dem nicht einmal nahe gekommen. Alles was ich tat, war wünschen und mich darüber beschweren, dass ich es nicht hatte. Heute sieht die Sache schon ganz anders aus, vor allem weil ich drei bestimmte Punkte in meiner Art zu denken geändert habe.

1. Streiche „irgendwann“ aus deinem Vokabular

Wenn du dir wünschst, etwas „irgendwann“ oder „später mal“ zu haben, kannst du es genauso gut abschreiben und dir die Energie sparen. Irgendwann ist gleichbedeutend mit nie. Irgendwann ist keine feste Größe. Oder kannst du mir das Datum von irgendwann sagen? Den Wochentag, oder wenigstens den Monat? Irgendwann hat nicht einmal ein bestimmtes Jahr.

Aus „ich will xy irgendwann mal haben“ wird dann sehr schnell „ich müsste irgendwann mal anfangen, was für xy zu tun“. Das bedeutet, dass du nicht nur dein Ziel, deinen Wunsch bis zum Sankt Nimmerleinstag verschiebst, sondern auch die Tätigkeiten, die du durchführen musst, um xy zu erhalten. Du weißt also nicht, zu wann du deinen Wunsch erfüllt haben möchtest und du weißt noch nicht mal, wann du anfängst, dich für deinen Wunsch zu bewegen. Solange du dich aber nicht auf dein Ziel zubewegst, kommst du ihm auch nicht näher. Eigentlich logisch, oder?

2. Setze dir detaillierte und klare Ziele

Das zweite Problem das ich hatte war, dass ich „mehr“ wollte. Oder „einen tollen Körper“ oder „einen Freund“. Aber wie viel genau ist denn mehr? Wie stelle ich mir denn einen tollen Körper vor, in dem ich mich wohl fühlen kann? Und was für einen Freund möchte ich denn haben?
Ich wusste, was ich nicht wollte – und das war schon mal ein Anfang. Ich wollte nicht mehr das Gehalt verdienen, dass ich damals verdiente, ich fühlte mich mit meinem damaligen körperlichen Zustand nicht wohl und ich wollte kein Single sein. Aber das allein half mir auch nicht weiter.

Wenn du erst einmal weißt, was du nicht mehr willst, dann weißt du schon mal, an welchen Punkten du ansetzen musst. Du weißt, in welchen Themengebieten du losgehen, in welchen Gebieten du etwas verändern musst. Das reicht aber noch nicht aus. Du musst dir deine Ziele klar und deutlich setzen. Je unklarer dein Ziel, desto unwahrscheinlicher wirst du es erreichen.

Ein Beispiel: Wenn ich dir sage, dass du morgen um neunzehn Uhr von Berlin Tegel nach Paris fliegen sollst, um mich um 23 Uhr vor dem Eiffelturm zu treffen, weißt du was zu tun ist. Du musst morgen um neunzehn Uhr in Berlin Tegel in den Flieger nach Paris steigen und um 23 Uhr am Eiffelturm auftauchen.
Wenn ich dir aber sage, dass wir uns irgendwann, vielleicht diese Woche in Europa, vermutlich Frankreich irgendwo treffen, ist es eher unwahrscheinlich, dass wir uns über den Weg laufen.

Und ganz genauso ergeht es dir, wenn du dir keine klaren Ziele steckst.

3. Du musst es wirklich wirklich WOLLEN

Wir alle (oder zumindest die meisten von uns) wurden irgendwann einmal zur Höflichkeit erzogen.
Kennst du den Spruch „Das heißt: Ich möchte!„?
Dann bitte einmal nicken. Höflichkeit ist im Alltag auch etwas schönes und durchaus angebracht. Wenn es aber darum geht, deine Ziele zu formulieren, nimm deine Höflichkeit bitte und vergrabe sie ganz tief hinten in deinem Kleiderschrank.

Wie weit bist du denn bisher mit „ich würde gern mehr verdienen“ gekommen? Vermutlich nicht sehr weit.
Wenn du die ersten beiden Punkte richtig angegangen bist, weißt du inzwischen was genau du willst und wann du es haben willst. Nun ist es an der Zeit, eben genau das auch zu tun: Es zu wollen.
Es heißt nicht mehr ich möchte, es heißt jetzt:

Ich will xy verdammt nochmal haben und ich werde es verflixt nochmal bekommen, völlig egal, wie viel Arbeit ich investieren oder welche ungewöhnlichen Wege ich gehen muss! Ich will es und ich hole es mir!

Hau dabei ruhig auf den Tisch. Motz dich im Spiegel selbst an. Und wenn jemand – egal wer – kommt und seine Zweifel äußert, diskutiere nicht mit ihm. Antworte einfach watch me (sieh mir zu) und geh weg. Auf dem letzten Powerabend mit Thaddaeus Koroma (Speaker/High Performance Coach) habe ich eine tolle Formulierung aufgeschnappt:

Diskutiere nicht mit den Leuten, die nicht an das glauben an das du glaubst. Rechtfertige dich nicht. Lass dein Leben für dich sprechen.
Anstatt dich zu rechtfertigen, sagst du einfach: „In 5 Jahren wird mein Leben für mich sprechen.“ Du musst niemandem etwas beweisen.

Zusammenfassung

Um deine Ziele zu erreichen, gilt es also, drei Dinge ganz bewusst zu beachten und in deinem Denken umzustellen:

  1. Streiche Worte wie „irgendwann“ und „später“ aus deinem Vokabular und lege ganz genau fest, zu wann du dein Ziel erreichen möchtest. Am besten schreibst du direkt ein realistisches Datum auf und notierst dir, wie viel Zeit du bis dahin noch hast. Achte dabei besonders darauf, keine zu engen, aber auch keine zu großen Zeiträume auszuwählen.
  2. Nimm dir ungestörte Zeit (30 – 60 Minuten), setz dich hin und schreibe dir auf, was genau du haben willst. Lass ein Bild deines Ziels vor deinem inneren Auge entstehen und sieh es dir genau an.
    Wie sieht dein Ziel aus? Wie riecht es, wie fühlt oder hört es sich an? Wie wirst du darüber denken, wenn du es erreicht hast?
    Schreibe all das auf, damit du ganz genau weißt, was zu tun ist. Wenn dein Ziel klar ist, wird sich auch der Weg zeigen.
    Extra-Tipp: Schreibe mit einem Stift auf Papier. Wenn du es nur abtippst, hast du nicht die selbe Verbindung/das selbe Gefühl zu deinen Worten, als wenn du es per Hand aufschreibst.
  3. Wirf „ich möchte gern“ weg und brülle „ich will!“. Egal was für ein Ziel du dir setzt, es wird dich Zeit, Kraft und Geld kosten, es zu erreichen. Vor allem aber Ausdauer und Geduld. Wenn du diese eine Sache aber nicht wirklich willst, nicht wirklich dafür „brennst“, dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass du den ganzen Weg zu Ende gehen und im Ziel die Belohnung erhalten wirst. Du wirst durch Gegenwind, Rückschläge und die Zweifel sowohl von dir, als auch von anderen gehen müssen. Dazu brauchst du den eisernen Willen, den du entwickelst, wenn du etwas wirklich und unbedingt von ganzem Herzen haben willst.

Fange damit jetzt an. Wenn du Zeit hast, im Internet Blogartikel zu lesen, hast du auch noch Zeit, das soeben Erlernte umzusetzen. Wenn du keine 30 – 60 Minuten Zeit hast, um deine Ziele zu formulieren, dann nimm dir eine Minute Zeit und trage es für heute in den Terminkalender ein. Sollte dein Tag mit Terminen bis 20 Uhr vollgepackt sein, machst du es eben um 21 Uhr. Oder 22 Uhr. Schreibe es heute auf und rufe dir, egal wie müde du bist, folgendes ins Gedächtnis:

Wenn ich nicht einmal die Zeit schaffe (Zeit für etwas kann man nicht finden, man muss sie schaffen bzw. sich nehmen), um mich hinzusetzen und über meine Ziele und Wünsche im Leben nachzudenken, werde ich sie auch niemals erreichen.

Lasse keine Ausreden gelten. 30 Minuten sind 2% deines Tages. Und wenn du die nicht hast, nimmst du dir 15 Minuten. Oder 10 Minuten. Hauptsache, du erledigst die Aufgabe. Wenn du dein Ziel formuliert hast, räume dir gleich morgen einen Zeitraum frei, um dir Wege zu überlegen, wie du dein Ziel erreichen kannst. Zuletzt machst du – ebenfalls morgen oder spätestens übermorgen – den ersten Schritt in die richtige Richtung.

Du hast lange genug gewartet, also wozu sollst du jetzt noch auf einen Montag, einen Monatsanfang, oder schlimmer – auf den Jahreswechsel warten?

Fang jetzt an.

sh

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