Die Wirkung starker Worte

Bestimmt hast du schon mal einen Song gehört, der dir direkt an die Nieren ging, ins Herz stach oder dich zum Heulen gebracht hat. Bestimmt hast du auch schon mal einen Song gehört, der dich zum Grinsen brachte. Bei dem du sofort gute Laune bekamst. Wenn du ein Buch liest (z.B. „Ein ganzes halbes Jahr“ von Jojo Moes) das wirklich gut geschrieben ist und eine traurige Story wiedergibt, rollen die Tränen, oder du bist zumindest ziemlich betroffen (oder konntest dich einfach nicht mit den Figuren identifizieren).

Tatsache ist: Worte sind mächtig. Worte können dich zum Lachen bringen, oder zum Weinen. Zum Nachdenken oder zum Ausrasten. Worte können verletzen und Worte können heilen. Demoralisieren oder motivieren.

Deshalb liebe ich das Schreiben, aber auch das Lesen so.
Weil ich weiß, wie sehr man Launen – auch die eigenen – mit Texten steuern kann.
Deshalb funktionieren Motivationsbücher wenn du sie zeitnah umsetzt. Deshalb funktionieren Gespräche, wenn du nicht komplett auf Durchzug schaltest. Irgendwas bleibt immer hängen und auch wenn dein Gesprächspartner eine Weile dafür braucht, wird das was hängen geblieben ist, austreiben.

Achte darauf was du sagst

Und deshalb ist es so wichtig, dass du darauf achtest, was du sagst – aber auch, dass du dir Feedback zu deinem Gesagten anhörst und noch einmal überdenkst. Dabei schließe ich mich selbst auch nicht aus. 😉
Ich weiß, dass meine Texte manchmal etwas „hart“ klingen. Weil das meine Art und Weise ist, mich auszudrücken. Ich halte nichts von Schönrederei oder Verharmlosung. Weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass Verharmlosung niemandem weiter hilft. Wenn jemand unglücklich ist und ich ihm oder ihr mit einem „stimmt, du bist soooo arm“ ‚beistehe‘, dann bestätige ich diese Person in ihrer Annahme, hilflos ausgeliefert zu sein.
Das ist nicht meine Motivation. Ich möchte dieser Person weiterhelfen. Es sei denn sie möchte das nicht, dann ziehe ich mich auch zurück, weil ich nur mit Leuten zusammen arbeite, die zu mir kommen und mit mir arbeiten wollen. Alles andere ist ohnehin nicht zielführend. Wenn die Zusammenarbeit aber erwünscht ist und eben ein Arschtritt benötigt wird um aus einem Tief herauszukommen, dann verteile ich auch mal einen verbalen Arschtritt.
Trotzdem bin ich immer darauf bedacht, mich innerhalb gewisser Grenzen zu bewegen. Ich versuche darauf zu achten, niemanden sinnlos anzugreifen und schon gar nicht zu beleidigen.

Mein Ziel ist es, zum Nachdenken anzuregen. Die Menschen, die meine Texte lesen dazu zu bringen, sich selbst zu reflektieren. Nach Lösungen für Unzufriedenheit oder Probleme zu suchen – denn die hat jeder von uns. Mir ist bewusst, was ich mit Worten anstellen kann. Weil mir bewusst ist, welche Kraft Worte haben, sobald man sie in Sätze und Zusammenhänge bringt.
Das ist es auch, was mich an Worten so fasziniert. Dass ich sie dazu benutzen kann, Menschen aufzubauen. Oder so zu treffen, dass ein bestimmter Knoten bei ihnen platzt, sodass sie endlich die Möglichkeit haben, sich aus ihrem selbst gebauten Gefängnis zu befreien. Dass ich ihnen dabei helfen kann, gewisse Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen – und mich auch selbst immer mal wieder von einer anderen Perspektive überraschen zu lassen.

Ich weiß, dass ich dabei nicht perfekt bin. Manchmal schieße ich übers Ziel hinaus, manchmal treffe ich aber auch genau den Punkt, den ich treffen wollte. So ist das eben. Auch bin ein Mensch, der sein ganzes Leben lang weiterlernen wird und muss. Aber ich werde nicht aufhören, es weiter zu versuchen. Ich werde dir helfen, wenn du Hilfe möchtest. Wenn du zuhören willst. Ich höre mir gern deine Probleme und Erfahrungen an, um dir beizustehen – das ist einer der Gründe, wieso ich „Coaching“ studiere und es zu meinem Job mache. Weil es mich glücklich macht, dir aus einem Leben in dem du nicht glücklich bist, in eines zu helfen, in dem du dich endlich entfalten kannst. Weil ich selbst gegen Ängste angekämpft habe und immer wieder ankämpfe und dir mit meinem Wissen weiterhelfen möchte.

Dabei werde ich mich aber nicht verstellen. Ich bin ein loyaler, freundlicher und sehr hilfsbereiter Mensch. Ein Mensch, der seinen eigenen Wert kennt und auch keine Probleme damit hat, das auszuformulieren. Und ich helfe dir sehr gern dabei, deinen eigenen Wert zu erkennen und anzunehmen. Aber ich bin eben auch ein Mensch, der ausspricht, was manchmal ausgesprochen werden muss, auch wenn es nicht schön ist. Auch wenn es weh tut. Auf meiner eigenen Reise musste ich mir selbst gegenüber viele schmerzhafte Wahrheiten eingestehen. Ich hab mich gehen lassen, ich hab mich verkrochen. Sinnlos ungesundes Zeug in mich rein gestopft. Mich klein machen lassen und immer wieder dumm verhalten. Mit meinen Entscheidungen habe ich mich tagtäglich tiefer in ein Loch manövriert, aus dem ich fast nicht mehr raus gekommen bin.

Aber als ich mir all das endlich eingestanden habe, egal wie weh es im ersten Moment tat, bekam ich plötzlich die Macht, all das zu ändern. Sobald ich akzeptiert hatte, dass ich diejenige war, die nicht niedergemacht wurde, sondern sich hatte niedermachen lassen, konnte ich etwas daran ändern. Ich musste diese Wahrheit für mich in Worte fassen und mir selbst vortragen, um zu verstehen was ich mit mir und meinem Leben angerichtet hatte.
Und über einige Umwege bin ich heute diejenige, die dir dabei hilft, für dich selbst die richtigen Worte zu entdecken.

Worte sind verdammt mächtig. Und sie sind mein Werkzeug erster Wahl, um das Leben anderer, aber auch mein eigenes, ein klein wenig besser zu machen.

sh

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