[MWJ] Motiviert in die zweite Jahreshälfte

Schon im letzten Monat habe ich hin und wieder fallen lassen, dass das Experiment nun schon halbes Jahr lang läuft – und das gar nicht mal schlecht. Jetzt aber hat die zweite Jahreshälfte und damit die zweite Hälfte meines kleinen Projekts auch offiziell angefangen.

In dieser plane ich die eine oder andere kurze Reise, was für mich ernährungstechnisch sicherlich noch einmal eine Herausforderung darstellen wird.
Denn zu Hause in der eigenen Stadt kann man sich immer irgendwie arrangieren, in einer fremden Stadt und einem fremden Land hingegen kann das schon wieder ganz anders aussehen.
Trotzdem freue ich mich auf die Herausforderungen und natürlich ganz besonders auf die Kurztrips.

Passend zur Hitze möchte ich noch einmal kurz das Thema „Weizen und Heißhunger“ aufgreifen.

In den letzten gut zwei Wochen habe ich meine Ernährung ziemlich schleifen lassen und in dieser Woche auch mein Training (ich war nur einmal >.<). Kummerbedingt habe ich mich an manchen Abenden ausschließlich von Chips mit Kräuterquark, Schokolade, Gummitieren und Schokoladeneis ernährt, bis mir regelrecht schlecht war.

Warum? Weils mir scheiße ging und weil ich Hunger hatte.
Und weil ich es in solchen Situationen bisher eben immer so gemacht habe.
Ich stopfte also all das in mich rein, worauf ich gerade Lust hatte, um mich von dem abzulenken, was in meinem Leben gerade nicht so gut läuft.

Aber etwas hat sich verändert.
Ja – ich habe in dem Moment Bock auf diese Lebensmittel. Sonst würde ich sie nicht kaufen und verputzen.
Aber genau das ist es eben. Ich hab Bock drauf. Mehr nicht. Ich habe sogar noch im Hinterkopf, dass ich eigentlich eher Hunger habe. Das mein Körper nicht genug Fette bekommen hat und vielleicht zu wenig Kohlenhydrate – oder auch Zucker. Je nachdem, wonach es mich eben so gelüstet. Und ich weiß ganz genau, dass ich nur Lust dazu hab das alles zu essen, weil mir mein Herz gebrochen worden ist und ich es bisher immer mit Kummeressen versucht hab zu stopfen.

Das sind ziemlich bekannte Gründe und ich bin mir sicher, dass du sie auch schon das ein oder andere Mal erlebt hast. Was aber auffallend gefehlt hat, war dieser absolut heftige innere Drang danach. Plötzlich blieben Chips übrig, die ich dann eben an einem anderen Abend gefuttert habe, wenns mit dem Herzschmerz mal wieder auf Hochtouren lief. So etwas wäre früher nicht einmal denkbar gewesen. Auch bei Chips achte ich darauf, dass sie Weizenfrei sind. Ja, auch die werden mit Weizenmehl bestäubt, besonders die billigen Marken – an dieser Stelle kann man den Weizen wirklich rigoros aus der Ernährung streichen, da es viele Marken ohne Weizenmehl gibt. Konnte ich die Chipstüte früher nicht aus der Hand legen bis sie leer war, ist das heute plötzlich kein Problem mehr für mich. Und das liegt bestimmt nicht daran, dass es mir nicht mehr schmeckt oder der Liebeskummer weniger schlimm ist, ganz im Gegenteil. Ich genieße kleine Cheats jetzt viel bewusster und esse ausschließlich nur noch das, was mir auch gut schmeckt.

Und trotzdem – obwohl es schmeckt, bleibt dieser zwingende Heißhunger aus. Ich entscheide mich bewusst dafür, einfach mal auf alles zu sch****, um meinen Frust völlig auszuleben, samt Schokoladeneis und Gummibärchen. Weil es ein vertrauter Vorgang ist, der mir Sicherheit suggeriert (auch wenn das natürlich Quatsch ist). Aber in den Momenten in denen es mir gut geht und in denen ich satt bin, könntest du mir einen ganzen Berg davon auf den Tisch kippen und es interessiert mich nicht im Geringsten. Weil dieser Suchtdrang danach inzwischen völlig verschwunden ist, so wie es auch in dem Buch beschrieben wurde.

Nochmal: Ich hab weder Medizin studiert, noch irgendwelche Studien geleitet oder gelesen. Ich hab nur das Buch „Die Weizenwampe“ gelesen und beschlossen, seine Theorien für mich auszutesten.
Und vor diesem Hintergrund bestätige ich für mich: Ja, mein Heißhunger ist verschwunden, seitdem ich auf Weizen verzichte und ich kann ungesundem Zeugs viel besser Widerstehen.

Noch etwas, was mir aufgefallen ist: Es dauert länger, dass das Frustfressen ansetzt und es verschwindet auch viel schneller wieder, wenn ich zurück zur cleanen Ernährung finde. Und das ist nicht nur ziemlich cool, es motiviert mich auch sehr, weiter dran zu bleiben und das Jahr durch zu ziehen.
Schließlich habe ich noch so einiges vor. 😉

mealice

 

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