Warum wir dem Glück davon laufen

„Glück“ – das definiert jeder anders. Für den einen ist es der Lieblingsjob. Für den anderen ist es shoppen, eine Reise, oder sonstige Besitztümer. Für die meisten wird es Liebe sein.
Liebe zur Familie, in die man geboren wurde, Liebe zur Familie, die man selbst gründet. Zu Freunden, zum Partner, oder auch zu Hund, Katze, Maus.

Wir alle wollen Liebe und wir alle wollen Glück. Egal wohin man sieht, irgendwo ist immer jemand am jammern, weil er sich einsam fühlt, oder am trauern, weil er einen Teil seines Glücks gerade verloren hat. Sei es, weil er in Scheidung lebt, eine Beziehung gerade in die Brüche gegangen, oder das geliebte Haustier gestorben ist.
Doch obwohl wir es alle wollen, scheint es der Großteil von uns nicht zu bekommen.

Nur… wieso nicht?

Ich bin der Ansicht, dass wir zu einem sehr großen Teil selbst daran schuld sind. Wir streben nach Glück, indem wir an uns arbeiten. Wir lernen, entwickeln uns, wachsen. Wir bemühen uns, mit uns selbst ins Reine zu kommen, um selbst Glück zu empfinden. Aber irgendwann merken wir, dass da doch noch irgendwo etwas fehlt. Das ist der Zeitpunkt, an dem wir uns gefestigt genug fühlen, los zu ziehen und nach dieser fehlenden Hälfte zu suchen. Und wenn wir wirklich mit uns selbst im Reinen sind und das ausstrahlen, was wir auch tatsächlich sind – dann laufen wir der fehlenden Hälfte auch über den Weg. Trotzdem sind wir zuerst skeptisch. Das kann ja nicht so einfach sein, oder? Immerhin wurde uns schon das Herz gebrochen, wir wurden alle schon mal abgewiesen – wieso sollte es jetzt auf einmal funktionieren?

Der Fehler, den wir immer wieder machen

Und dann ist es plötzlich so weit. Wir fangen an, misstrauisch zu werden, stolpern zurück und gehen auf Abstand. Liebe zu empfinden, sich glücklich zu fühlen – das ist das was wir wollten.
Aber jetzt, da wir es haben, steigt die Angst in uns hoch. Was ist, wenn wir uns daran gewöhnen und es dann wieder verlieren? Je höher wir steigen, desto tiefer werden wir am Ende fallen. Also beenden wir unseren Aufstieg einen Meter über dem Boden und springen lieber wieder runter. Ein Meter stellt keine Gefahr dar. Wir springen, rollen uns ab und ordnen uns wieder in den Zug derer ein, die das #foreveralone Banner vor sich hertragen.

Einsamkeit bedeutet Schmerz, aber ein gebrochenes Herz bedeutet ebenfalls Schmerz. Also wählen wir lieber den garantierten Schmerz, den, den wir schon kennen. Lieber einsam sein, als da raus zu gehen und alles zu geben. Anstatt jemandem sein Vertrauen zu schenken und daran zu glauben: „Ja, manchmal ist es so einfach. Manchmal verliebt man sich und ist glücklich. Manchmal findet man jemanden, mit dem man an der gemeinsamen Beziehung arbeiten kann, um daraus etwas richtig tolles zu machen.“

Wir alle wollen Glück und Liebe. Aber viele von uns glauben nicht wirklich daran. Wir glauben nicht daran, es verdient zu haben. Wir glauben nicht daran, dass es uns tatsächlich passiert und das es gut geht. Deswegen zucken wir zurück und wählen die Einsamkeit. Weil wir kalkulierbaren Schmerz dem eventuellen Glück vorziehen.

Wenn du also das nächste Mal nach dem Glück suchst, mach deine Augen auf.
Trau dich was. Setz deine Kraft und deine Liebe ein und suche dir einen Menschen, dem du ohne Gegenleistung dein Vertrauen schenkst. Einfach so.
Und das machst du so lange, bis du jemanden findest, der dazu bereit ist, seine Angst vor dem Glück für dich zu überwinden.
Nur so wird es funktionieren. Aber du bist die Person, die damit anfangen muss.

mealice

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