Danke Mama

Am 10. Mai ist Muttertag.
Also möchte ich mit dem heutigen Blogartikel mal ein bisschen vom üblichen Seelen- bzw. Motivationsthema abweichen und einfach ein wenig Dankbarkeit zeigen. Da meine Mum aber sicher nicht die einzige klasse Mutter da draußen ist, habe ich mir überlegt, den Artikel in Briefform zu verfassen, der alle Mütter mit einschließt.

 

Wenn du möchtest, kannst du dir den Text gern für eine Karte oder einen Brief an deine Mum runterladen, abändern oder so belassen und verschenken. 🙂

An die Mütter dieser Welt

Was habt ihr uns manchmal blamiert. Was habt ihr uns manchmal genervt oder zur Weißglut getrieben. Was habt ihr manchmal für ungerechtfertigte Strafen wie Hausarrest oder Taschengeldsperre verteilt. Was habt ihr geschimpft, gemotzt oder an uns herum gemosert. Uns wieder und wieder auf unsere Fehler, auf das nicht aufgeräumte Zimmer, oder eine dumme Entscheidung hingewiesen.
Ihr habt uns getrietzt, nicht in Ruhe gelassen und immer wieder dazu angetrieben, uns hin zu setzen und unsere Hausaufgaben zu machen, die blöden Bewerbungen zu schreiben und an Wochentagen nicht bis morgens um fünf am Rechner oder Handy zu hocken.

Wir waren genervt, wütend, manchmal zu laut und oft ungerecht.
Wir waren schwierig und faul. Wir wussten es besser als ihr.
Weil wir einfach den besseren Durchblick hatten und ihr einfach alt wart.
Ja, manchmal haben wir nicht nur über euch gelästert, sondern euch regelrecht gehasst.
Zumindest haben wir das hin und wieder aus Wut gesagt.

Aber egal wie sehr wir uns manchmal dagegen gewehrt haben: Ihr habt uns geliebt.
Und ihr tut es immer noch. Gegen alle Widerstände. Weil wir eure Kinder sind.
Weil wir euer kleines, schreckliches, schönes, tolles und gleichzeitig nervtötendes Wunder sind. Wir sind das eine „beste Geschenk eures Lebens“, das euch am härtesten auf die Probe gestellt hat. Wir sind diejenigen, über die ihr gelacht habt, obwohl ihr eigentlich schimpfen wolltet. Wir sind diejenigen, wegen denen ihr geweint habt. Wegen denen euer Herz vor Stolz angeschwollen ist. Wir sind diejenigen, wegen denen ihr oft tagelang mit den Augen gerollt habt.
Die euch frustriert haben, wenn wir in zwei Wochen das dritte Paar Schuhe kaputt gelatscht hatten. Die euch zur Weißglut trieben, wenn wir eure Regeln mal wieder missachtet haben und doch zur Party gegangen sind. Die, um die ihr wahnsinnige Angst hattet, wenn wir uns mal verspätet haben – ohne uns zu melden.
War doch nicht nötig. WIR wussten ja schließlich wo wir sind und das es uns gut geht.

Wir waren oft zu sorglos, während ihr manchmal zu besorgt wart.
Wir wollten oft schon erwachsen sein, wenn wir doch noch eure führende Hand gebraucht haben. Wir wurden zickig, weil wir uns alleine die Schuhe zubinden wollten.
Ihr wurdet zickig, weil wir nicht freiwillig den Müll raus brachten.
Es hat oft gekracht, wenn unsere beiden Dickköpfe aufeinander prallten.
Dann sind wir schmollend in unserem Zimmer verschwunden, um mit lauter Musik unseren Protest zu äußern.
Und wir haben es gehasst, wenn ihr Samstags Früh um 13 Uhr mit dem Staubsauger gegen unsere Tür geknallt habt.

Wir sind die, die noch heute als erstes in euren Kühlschrank gucken wenn wir euch besuchen. Wir sind die, die immer wieder zu euch kommen, wenn es uns schlecht geht.
Die, die euch auch heute noch anrufen, um euch um euren Rat zu bitten.
Weil ihr unsere Mütter seid. Unser sicherer Hafen.
Weil ihr uns immer geliebt habt.
Weil wir euch immer geliebt haben.
Und weil wir es immer tun werden.

Alles gute zum Muttertag. <3

mealice

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