[MWJ] Fazit März

Ein komisches Gefühl

Gerade sitze ich hier und versuche ein Fazit für diesen Monat zu verfassen. Dabei stelle ich fest: So viel fällt mir gar nicht dazu ein. Ich will nicht sagen, dass es direkt „normal“ für mich geworden ist, auf den Weizen zu verzichten. Hin und wieder nervt es mich, wenn ich etwas nicht essen „darf“. Manchmal bin ich froh darüber, weil es mir die Entscheidung abnimmt, ob ich etwas nasche oder nicht. Aber meistens ist es einfach ein Gefühl von „es ist so“. Kein Weizen und keine Diskussion darüber.

Ich mache mir hin und wieder bewusst, dass ich gar nicht darauf verzichten muss. Ich habe (zum Glück!) keine Erkrankung, die mich dazu zwingt, den Weizen aus meiner Ernährung zu verbannen. Es ist schlicht ein selbst auferlegtes Experiment, das mich dazu zwingt, eine Sache durch zu ziehen. Es ist für mich wie gesagt nicht normal auf Weizen zu verzichten. Normal geworden hingegen ist der Check der Zutatenliste, wenn ich ein Produkt in die Hand nehme, das ich noch nicht hatte. Inzwischen prüfe ich die Zutaten eines Produkts automatisch und ohne groß darüber nach zu denken. Ich scanne die Liste und lege das Produkt dann entweder zurück, oder ich wäge ab, ob ich es essen möchte.

Mehr Bewusstsein

Denn im letzten Monat ist noch etwas anderes passiert. Am Anfang habe ich die Zutatenliste nur dahingehend abgescannt, ob sie Weizen enthält oder nicht. Das ist auch immer noch mein Vorgehen, nur das weizenfreie Lebensmittel jetzt nicht mehr automatisch im Wagen landen, sondern nur im Recall. Ist kein Weizen auf der Liste, lese ich sie erneut und sehe mir an, was sonst noch so in den Produkten drin steckt. Außerdem checke ich immer öfter auch die Nährwerte und entscheide dann erst, ob etwas mitnehme oder nicht.

Noch ist dieser Prozess ziemlich oberflächlich und oft genug landen Dinge in meinem Einkaufswagen, die sicherlich nicht gerade optimale Ernährungswerte haben – einfach weil sie mir schmecken.
Der Unterschied aber ist: Ich tue es bewusst. Mehr und mehr befasse ich mich damit, was in meinen Körper wandert und das ganz automatisch und ohne große Anstrengung. Ohne das ich mich dazu zwingen muss, auf irgendetwas besonders zu achten. Ich denke durch den langen Zeitraum den ich diesem Test eingeräumt habe, werden sich auch noch andere Veränderungen ergeben. Und das ohne großes Zutun.

Weniger Krampf, mehr Lebenslust

Was ich außerdem festgestellt habe, ist es, dass ich die Lust am Leben und auch am Essen nicht verlieren will. Ich werde nicht mein Leben lang asketisch leben und auf Dinge verzichten, die ich unbedingt will. Ich werde lediglich bewusster und verantwortungsvoller mit meiner Ernährung umgehen. Mein Bedarf an Ungesundem ist rapide gesunken, weshalb ich ihm getrost nachgeben kann, wenn er auftaucht.

Wenn du dich wirklich auf eine Veränderung einlässt, daran glaubst und daran arbeitest, wirst du feststellen, dass es gar kein so großer Kampf ist. Weil du es irgendwann wirklich wirklich willst. Trotzdem ist es manchmal nervig, oder anstrengend. Aber das sind immer nur kurze Momente, die vorbei gehen. Momente, die immer seltener vorkommen und immer kürzer andauern. Auch wenn es dich am Anfang Kraft, Willen und Disziplin kostet, wird sich diese Energie bald umkehren und dir Kraft, gute Laune und ein besseres Lebensgefühl zurück geben.

Fazit für den März? Es hat sich gelohnt.

mealice

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