[MWJ] Die Cheatwoche

Bevor ich im Januar mit dem weizenfreien Leben begann, habe ich bereits im Dezember 2014 auf Weizen verzichtet. Nur für eine knappe Woche, vielleicht zwei, einfach mal als Test. Über den Jahreswechsel war ich dann eine gute Woche bei meiner besten Freundin – und wir haben so richtig über die Stränge geschlagen.
Der ursprüngliche Plan war es, gemeinsam trainieren zu gehen und gesund ins neue Jahr zu starten.
Wie es aber nun manchmal so kommt, haben wir uns dann kurzfristig doch fürs cheaten entschieden – und zwar so richtig.

Die Auswirkungen

Training? Fehlanzeige. Stattdessen haben wir alles gegessen, worauf wir Lust hatten. Und ich meine: ALLES.
Brathähnchen, Pizza, Eis, Schokolade, Chips und Flips, Muffins, Kuchen, noch mehr Pizza und so weiter und so fort. Ernährungstechnisch haben wir also so richtig tief im Müll gewühlt und unsere Körper ganz schön gefordert.

Die haben umgehend reagiert: Wir waren müde und schlapp, meine Haut hat ständig gejuckt, ich war leichter gereizt und wirklich zu gar nichts mehr zu bewegen. Mir war sogar alles so ziemlich egal. Kein Training? Egal, kann ich ja später noch machen. Oder nächste Woche, wenn ich wieder zu Hause bin. Vielleicht. Wenn nicht, ist es auch nicht so schlimm. Immerhin habe ich ja schon gut abgenommen, wozu es jetzt also weiter durchziehen? Ein bisschen Getrödel kann ich mir erlauben.

Kommt dir das bekannt vor? Es sind genau die Ausreden, die ich vor Jahren immer nutzte, die Ausreden, die wohl jeder nutzt. Es ist nicht so wichtig, zur Zeit läuft es ja gut, also kann ich nachlassen, usw. Sure.
Es sind diese Gedankengänge, die dich immer wieder an allem möglichen scheitern lassen, wenn du auf eine gesunde Ernährung verzichtest. Es ist ein Teufelskreis, in den man ziemlich schnell abrutscht.
Das Gute daran, dass ich nun schon länger auf meine Ernährung achte ist es, dass ich weiß, was für einen Müll mir mein Hirn da vorgaukelt. Das ich weiß, dass ich den Hintern bewegen und meine Ernährung schleunigst wieder in den Griff bekommen muss, um meine Tage nicht wieder faul auf der Couch zu verbringen, nichts zu bewegen und einfach nur unzufrieden und schläfrig zu sein.

Aufgerafft

Die geplante Artikelserie „Mein weizenfreies Jahr“ hat mich also praktisch gerettet. Immerhin habe ich Artikel für ein ganzes Jahr geplant und in meinen Blogkalender eingetragen – diese Arbeit sollte nicht umsonst gewesen sein!
Also musste ich wohl oder übel sämtlichen Weizen wieder aus meinem Leben verbannen. Das Hintergrund“wissen“ aus dem Buch „Die Weizenwampe“ hat mir dabei allerdings ziemlich geholfen. Wenn du gewisse Dinge weißt, sind es dir Pizza und Co. einfach nicht mehr wert. Ein paar Tage lang, vielleicht auch die ersten ein, zwei Wochen habe ich es schon vermisst und vieles durch erhöhten Schokoladenkonsum (meist 90%ige Schoki, dazwischen aber auch gern Kinderschokolade – meine große Schwäche) kompensiert. Nach und nach hat es sich aber wieder eingependelt und ohne es so recht zu merken, habe ich plötzlich wieder mitten drin gesteckt in der gesunden Ernährung. Und siehe da: Auf einmal ging ich wieder zum Training, habe weitere Projekte geplant und in Angriff genommen, war wieder besser gelaunt, aktiver und fröhlicher.

Es ist also definitiv ein Unterschied zu bemerken und dieser Wechsel von einem Extrem (weizenfrei) ins andere (Cheatwoche) und zurück hat mir noch einmal aufgezeigt, wie sehr sich meine Ernährung auf meinen Körper, mein Befinden, mein Leben auswirkt.

mealice

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