[MWJ] Fazit Januar

Der erste weizenfreie Monat ist rum

Zwei Tage noch, dann ist mein erster weizenfreier Monat um. Zeit, für ein erstes Zwischenfazit (ich werde jeden Monat eins ziehen), um zu sehen, wie ich mit dieser Umstellung im Allgemeinen so zurecht komme.

Aller Anfang ist bekanntlich schwer. In diesem Fall war er nicht ganz soo schwer, da ich mich ohnehin schon seit einiger Zeit low carb (kohlenhydratearm) ernähre. Auch wenn ich früher ein absoluter Nudelfreak war, hat sich das in den letzten Jahren gelegt – Kartoffeln und Reis waren für mich auch immer eher Beilagen, als wirklich ein Grund um vor Freude auszuflippen.

Dementsprechend war der erste Monat jetzt nicht sonderlich hart oder anstrengend, auch wenn ich natürlich hier und da ein bisschen gucken musste. Was mir „zwischengerutscht“ ist, war Couscous (Hartweizengrieß), der aber keine sonderlich schlimmen Auswirkungen hatte, soweit ich feststellen konnte. Pizza ging mir am Anfang zwar ein bisschen ab, als Cheatmeal bin ich allerdings auf Pommes umgestiegen und begeistere mich mental nun dafür, bis ich ein paar der Pizza-Ersatzrepte ausprobiert habe.

Gabs Probleme?

Keine, die ich nicht bewältigen konnte. Sicher, am Anfang ist es ungewohnt und hin und wieder habe ich den ein oder anderen wohl auch überfordert 😀 Allerdings konnte immer eine Einigung getroffen werden, mit der alle leben konnten. In mir kommt zwar die Ahnung hoch, dass es durchaus das ein oder andere Mal noch kompliziert werden kann, aber das lasse ich alles in Ruhe auf mich zukommen.

Hab ich was gelernt?

Ja – das ich manchmal ein leicht schlechtes Gewissen entwickele, wenn jemanden die Ankündigung „ich esse keinen Weizen“ erst einmal aus dem Konzept bringt und vor ein Problem stellt. Besonders wenn die Person schon hungrig ist und wir dann erstmal was finden müssen. *g*
Ich habe aber auch gelernt, dass es Mittel und Wege gibt und ich denke, dass ich da mit steigender „Erfahrung“ auch besser drin werde.
Außerdem habe ich gelernt, dass es gar nicht mal so wenig Rezepte ohne Weizen gibt, die durchaus auch sehr lecker sein können. Und das plötzlich von links und rechts Leute auf mich zukommen, die mich darin unterstützen, mir Tipps und Tricks verraten, oder ihre Rezepte mit mir teilen.

Wie geht es mir?

Blendend. Die größte Überraschung war es, dass ich schon nach recht kurzer Zeit weniger Hunger hatte. Momentan bin ich in einem Programm, in welchem ich nach Plan esse, aber in den ein/zwei Wochen davor haben mir tatsächlich die drei Hauptmahlzeiten vollkommen gereicht (trotz Training). Einen Snack brauchte ich nur selten und wenn dann nur, weil ich zu spät erst zum kochen und Essen kam und inzwischen natürlich Hunger hatte.

Angenehmerweise hat auch die Lust auf Süßes oder Salziges rapide nachgelassen. War es früher immer ein Kampf, am Süßigkeitenregal vorbei zu schleichen, ist es mir jetzt relativ gleichgültig. Gesund zu essen ist jetzt etwas, was ich einfach tue, ohne mich dafür sonderlich anstrengen zu müssen. Ich komme gar nicht mehr auf die Idee, mir ein Fertiggericht zu kaufen. Sicher, wenn ich cheate, ist der Drang am nächsten Tag da, es nochmal zu tun (besonders wenns Pommes gab^^), aber auch hier: Nur wenn ich schon zuviel Hunger habe weil ich zu spät esse. Und sobald ich einmal widerstanden habe, ist es auch wieder gut.
Es ist nichts mehr, was mich jeden Tag quält und wo ich mich „durchbeißen“ muss.

Fazit

Trotz dem ein oder anderem Holperstein hin und wieder ist das Projekt ziemlich gut angelaufen. Ich habe weniger Hunger, an Umfang verloren und fühle mich ausgeglichener. Mehr ist nach vier Wochen noch nicht zu sagen, wobei aber zu bedenken ist, dass ich auch vorher schon Sport getrieben und mich low carb ernährt habe. Das bedeutet, dass es mir auch vorher schon recht gut ging. Jetzt geht es zwar noch besser, die Auswirkung ist aber vielleicht nicht so stark spürbar, wie bei jemandem, dessen Lebensweise jetzt noch komplett aus Fertiggerichten und null Sport besteht und der sich umstellen möchte. Ich denke durchaus, dass eine solche Person sehr viel stärkere Verbesserungen spüren wird.

mealice

9 Gedanken zu „[MWJ] Fazit Januar

    1. Ich habs auch, aber noch nicht rein geschaut. Das nehme ich mir seit Tagen vor, aber hmpf… Am besten nehme ich es morgen mit und les auf dem Weg zur Arbeit mal rein. *g*

      1. Und so viel gemahlene Leinsamen… *seufz* Ich brauch ne Küchenmaschine *G* Ich hab gestern und heute gecheatet – meine Eltern haben von ihrem Städtetrip Schneeballen mitgebracht, Mürbteig-Gebäckkugeln mit Zucker und Schokoguss. Konnte nicht widerstehen… whatever, zwischendurch muss das sein 😉 gibt’s schließlich nicht jeden Tag.

        1. Stressen sollte man sich vor allem nicht. Als ich mit dem clean eating anfing, hab ich auch hin und wieder gecheatet. Und selbst jetzt noch: Wenn ich Bock auf Erdnussbutter habe, werfe ich mich mit Glas und Löffel auf die Couch. 😉 Man sollte nichts im Leben besonders verkrampft angehen, sondern die Dinge so angehen, dass sie einem wirklich gut tun. 🙂

  1. Da ich Teigprodukte von mir aus nicht öfter esse als unbedingt nötig (nicht mal so sehr aus Gesundheitsgründen, mir schmeckt es einfach nicht sooo sehr – besonders dicken Teig oder so finde ich sogar bei Kuchen einfach nur bäh…), schaue ich im Web regelmäßig nach Alternativen.

    Falls du Lasagne magst:
    Du kannst die Lasagneblätter entweder durch in Scheiben geschnittene Kartoffeln (wenn du cheatest) oder durch Zucchinis ersetzen.
    Es gibt Bechamel-Varianten, die ohne Mehl auskommen (z.B. mit Brühe und Eiern) oder die statt Weizenmehl Johannesbrotkernmehl verwenden im Internet, es ist also möglich, weizenfreie Lasagne zu machen.
    Schmeckt göttlich.

    Und was ich selbst noch ausprobieren muss, ist Pizzaboden aus Blumenkohlteig. Davon habe ich vor ein paar Tagen gehört und wäre für mich erstens eine Möglichkeit, Pizza ohne schlechtes Gewissen UND den lästigen Teig zu essen, zweitens eine Verwertung von Blumenkohl, mit der ich leben kann.
    ich mag Blumenkohl nämlich eigentlich nicht so *g*

    1. Hallo Eva, danke für die Tipps! Bei der Blumenkohlpizza kann ich dir leider nicht sagen wie sie ist, weil ich sie selbst noch auf dem Zettel „mal probieren“ habe, aber falls du Thunfisch isst, kannst du auch daraus einen festen Pizzaboden machen. Einfach Thunfisch und Eier vermengen, das ganze aus“rollen“ (eher mit den Händen ausbreiten) und mit einem Küchenkrep die überschüssige Flüssigkeit rausdrücken. Dann ab in den Ofen. Würzen kannst du es vorher auch noch (ich würde nur mit dem Salz ein wenig sparen). Nach dem ersten Backen dann belegen und nochmal in den Ofen. Die Zeiten habe ich leider grad nicht im Kopf, aber wenn du magst, suche ich sie dir mal raus. 🙂

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