[MWJ] Wie reagiert das Umfeld?

Wenn du eine Entscheidung für dich triffst, die etwas umfassender in dein bisheriges Leben eingreift, wie zum Beispiel eine komplette Ernährungsumstellung, dann gibt es dazu für gewöhnlich Feedback.
Erst recht wenn du es semi öffentlich machst.

Gesehen habe ich im Internet schon viel, besonders viel Unangebrachtes, Verletzendes und teilweise völlig schwachmatige Aussagen. Wir neigen dazu, Dinge die wir nicht kennen zu verurteilen, oder der weitläufigen Meinung hinterher zu trotten. Davor ist denke ich niemand von uns komplett gefeit und sicher hast auch du dich schon dabei erwischt, eine allgemein gültige Meinung zu übernehmen und dich erst hinterher oder gar nicht genauer zu informieren.
Mir ist es auf jeden Fall schon passiert.

Umso überraschter war ich, dass bis jetzt eigentlich nur positive Reaktionen zurück kamen.
Ein paar Freunde und Bekannte waren sogar recht interessiert am Thema und haben sich mir angeschlossen, um es ebenfalls mit einer Umstellung oder zumindest vermehrtem Verzicht auf Weizen zu versuchen.
Darüber hinaus haben sich ein paar Leute für eine kleine Gesprächsgruppe zusammen gefunden, in der wir uns über Ernährung austauschen wollen. Selbst bei einem Familien-Kaffeetrinken kam nach meiner Aussage plötzlich das Thema Ernährung auf den Tisch, obwohl darüber vorher noch nie gesprochen wurde.

Die „niedlichste“ Reaktion kam übrigens von meiner Mutter: Da ich das Buch schon im November/Dezember letzten Jahres gelesen hatte, habe ich ihr natürlich schon davon erzählt gehabt. Das Ergebnis war dann, dass sie sich im Bioladen schlau gemacht und mir zu Weihnachten ein Nahrungspaket aus Dinkelnudeln, Emmer (genetisch fast unveränderter Urweizen), Müsli aus Urkorn (Einkorn, Emmer etc.) und ähnlichen Produkten zusammen gestellt hat. Ein bisschen süß. <3

Fazit

Bis jetzt alles entspannt, allerdings spreche ich darüber auch nur in meinem Blog, oder mit den Leuten, mit denen ich ohnehin über Ernährung spreche. Ansonsten weiß es mein engstes Umfeld, ich gehe aber nicht im realen Leben hausieren und drücke nun jedem meinen Meinungsstempel auf. Wenn das Thema aufkommt und nachgefragt wird (z.B. bei einer Essensbestellung oder ähnlichem) sage ich kurz was Sache ist und dann ist das Thema für mich erledigt. Wie gesagt ist das Feld Ernährung für mich inzwischen ein wenig Glaubenssache geworden und es kann jeder glauben was er will.
Ich bin jedenfalls gespannt, welche Reaktionen es im Laufe diesen Jahres noch geben wird, welche Komplikationen oder Probleme warten und natürlich wie sich die ganze Umstellung auf mich auswirkt. 🙂

PS: Ich habe mich vor ein paar Tagen übrigens spontan dazu entschlossen, noch einmal das zehn Wochenprogramm durch zu ziehen (und tue es seit Mittwoch). Den vorgegebenen Ernährungsplan stelle ich so um, dass der Weizen für mich weg fällt (zum Beispiel tausche ich Brot gegen Haferflocken, Nudeln gegen Reis etc). Für mich gibt es in den nächsten zehn Wochen also gleich zwei Herausforderungen: Das Fitnessprogramm und der Verzicht auf Weizen.
Sorgen muss sich aber niemand machen: Ich treibe im Programm praktisch genauso viel Sport wie jetzt auch und sonderlich viel Weizen steht ohnehin nicht im Ernährungsplan – eine extreme Überbelastung/Unterernährung oder sonstiges wird es also nicht geben. 😉

mealice

5 Gedanken zu „[MWJ] Wie reagiert das Umfeld?

  1. Viel Erfolg 🙂
    Ich gebe ehrlich zu, dass ich mich seit ca. 14 Jahren mehr oder weniger low carb ernähre (Zeiten ausgenommen, in denen ich nicht darauf achten kann, weil ich nicht selbst bestimme was auf den Tisch kommt und es schlicht genieße, mal richtig gutes Bäckerbrot zu essen): Bei mir gibt es also normalerweise nur ein Stück Brot/ein halbes Vollkornbrötchen/irgendeine Art hauchdünner Cracker (Filinchen, Knäckebrot, Wasa) zum Frühstück und sonst bis auf besondere Fälle gar keine Backwaren mehr.
    Wodurch sich meine Rationen, wenn ich bei meiner Familie bin, größtenteils aus Fleisch und viel Gemüse zusammensetzen.
    (Und manchmal wird geschummelt und es gibt eine ordentliche Portion Pommes, Pilav [Reisgericht] oder Nudeln als Suppeneinlage).
    Hast du schon mal Buchweizen gegessen? Der heißt zwar wie Weizen, ist aber eigentlich was völlig Anderes und ist sehr gesund 🙂

      1. Immer wieder gerne! Ich hatte erst gestern „Buchweizenbrei“ (naja, gekochter Buchweizen mit etwas Butter und Röstzwiebeln *g*) zu Mittag und habe an dich gedacht, habe es heute aber vergessen.
        Da kam dein Blogpost gerade zur rechten Zeit.

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