Dat fühl.

Diejenigen die mich auf Facebook abonniert haben (oder in meiner FL sind) und auch diejenigen, die meinem Blog Loud Words folgen, wissen es schon: Letzten Freitag habe ich mein erstes Buch veröffentlicht.
Um das Buch selbst soll es heute aber gar nicht gehen (dazu kannst du hier mehr lesen), sondern darum, was es bedeutet.

Ziel erreicht – wow

Bestimmt hast du einen Traum. Irgendetwas in deinem Leben gibt es, von dem du schon immer geträumt hast. Du träumst davon, erhoffst es dir, hast es aber bis jetzt noch nicht erreicht.
Du bist an das Gefühl gewöhnt, zu träumen, aber nicht zu bekommen.
Wir alle kennen das. Dieses Sehnen, dieses Seufzen, dieses „ach ja, irgendwann einmal…“

Dieses Gefühl ist auch mir nur all zu gut bekannt. Es ist reine Träumerei, an der ich in den letzten Monaten verstärkt gearbeitet habe. Ich habe mich mit Motivationsvideos, Motivationsbüchern und motivierenden Gesprächen mit Freunden gepusht. Ich hab mich selbst getreten, öffentlich verpflichtet, Rat gesucht, Hilfe bekommen, überarbeitet, nochmal neu geschrieben, investiert, zusammen gearbeitet, gewartet, mich gedrückt und mich wieder getreten. Schweiß, Erwartung, Spannung, Freude und auch eine gehörige Portion Angst stecken in diesem Buch und seiner Veröffentlichung. Ich habe mir immer wieder selbst gesagt, dass ich anderen Menschen damit helfen kann, dass genau das der Grund ist, wieso ich so unangenehme Dinge von mir Preis gebe. Ich habe versucht mich zu wappnen, vor dem was da kommt. Mir überlegt, was ich mit negativen Kommentaren mache, mit als Kritik getarnten Unverschämtheiten und mir echter Kritik.
Was ist, wenn mein Buch zerrissen wird? Wenn man mich persönlich angreift (aus welchem Grund auch immer)?
Kurz gesagt habe ich mich auf das Schlimmste vorbereitet – und bin so völlig unvorbereitet in das gestolpert, was wirklich passiert ist.

Zunächst einmal war mein Buch früher online als geplant. Es hieß „48 Stunden“, online war es aber eine gute halbe Stunde nach dem Upload. Woa! Ich war emotional noch gar nicht darauf eingestellt. Trotzdem habe ich angefangen die Nachricht zu verbreiten, bin ins Schreibforum gegangen, habe es auf Facebook verbreitet und gleich noch meine Autorenseite hinterher geschickt.
Von jetzt auf gleich war ich online, wurde als Autorin auf Amazon geführt – und war dem Nachfolgenden völlig unvorbereitet ausgeliefert.

Sprachlos

Natürlich erfolgten die ersten Reaktionen von Freunden und Bekannten, die um die Uhrzeit noch online waren – und das diese positiv sind, war zu erwarten. Nicht aber, welche Auswirkunden die durchweg lieben Worte auf mich hatten. All die Glückwünsche und die ersten Käufe und Rückmeldungen noch am ersten Abend ließen mich Dauergrinsen und im Kreis herum hüpfen. Zwei Tage lang schwebte ich völlig auf Wolke sieben und wusste irgendwann gar nicht mehr wohin mit mir. Es war alles: Angst, Aufregung, Freude, Unglaube – sogar feuchte Augen (allerdings aus Freude).

Erst später, nachdem ich ein wenig runtergekommen war, konnte ich mir Gedanken darüber machen, was diese Veröffentlichung für mich bedeutet.
Alles. Den ersten Schritt in die Zukunft die ich mir wünsche. Einen ersten wahnsinnigen Erfolg für mich auf dem Weg, den ich mir ausgesucht habe. Stolz auf mich selbst und Freude über den Stolz meiner Mum und meiner Freunde. Als mir zugetragen wurde, dass einer der ersten Leser begeistert ist und in jeder freien Sekunde darin liest, hab ich vermutlich sogar Julia Roberts mit ihrem Kreisgrinsen Konkurrenz gemacht.

Wie fühlt es sich an?

Wie fühlt es sich an, ein Ziel zu erreichen und was kommt danach?
Zunächst einmal fühle ich mich ausgebrannt. In diesem erreichten Ziel stecken so viele durchgestandene Emotionen, so viel bewältigte Vergangenheit, soviel überwundene Schwierigkeiten und so viel aufgebrachter Mut, das ich momentan einfach nur leer bin. Sicher, ich bin auch motiviert und neue Projekte warten schon auf mich. Aber für den Moment befinde ich mich in einer Art Schwebezustand.
Ich bin zufrieden mit mir, weil ich erreicht habe, was ich erreichen wollte.
Auf eine gewisse Art und Weise bin ich auch .. ruhig. Oder eher beruhigt. Weil ich weiß das ich es schaffen kann. Und zwar nicht nur, weil ich es mir immer wieder selbst eintrichtere, sondern weil ich es bewiesen habe.
Das Ergebnis kannst du kaufen.

Also, wie fühlt es sich an? Fantastisch. Wiederholungswürdig.
Ich wills nochmal und immer wieder, dieses Gefühl, wenn ich ein Projekt erfolgreich abgeschlossen habe.
Dieses Gefühl, wenn ich einen weiteren Erfolg auf meinem Weg verbuchen konnte.
Dieser Gefühlszustand ist nichts im Vergleich zu den Gefühlen die mich früher dominiert haben.
Wut. Trauer. Selbstzweifel. Angst. Verzweiflung. Unzufriedenheit.
Sicherlich zweifel ich auch heute noch hin und wieder – das tut jeder von uns.
Aber es ist anders als früher. Viel besser und nur zu empfehlen.

Und jetzt du

Trau dich und geh es an. Im Grunde kannst du nur gewinnen: Entweder den Preis oder die Erfahrung.
Beides wird dich weiter bringen im Leben und dich sehr viel glücklicher machen, als wenn du dein Leben lang auf der Stelle trittst und es nie versuchst.
Über den Link oben, oder das verlinkte Cover auf der rechten Seite hier im Blog kannst du ins Buch reinlesen und feststellen, ob es etwas für dich ist.
Ich würde mich freuen, wenn dir mein Buch hilft, wenn es der letzte Tropfen ist, der dafür sorgt, dass du es angehst – und dein Leben von Grund auf umkrempelst.
Es ist anstrengend und oft beängstigend – aber es ist die Sache wert. Versprochen.

mealice

2 Gedanken zu „Dat fühl.

  1. Ich kann das gerade so gut nachfühlen – nicht nur, weil bei mir auch gerade ein Erfolg ins Haus geflattert ist, sondern auch weil ich ziemlich lange mitverfolgt habe, wie du zu deinem Buch gegangen bist und… bin so unfassbar stolz auf dich, so froh, dass du es gewagt hast und es das Buch jetzt für alle zum Download gibt.
    Jetzt hast du Ruhe, Gewissheit und Energie. Forme daraus ein neues Schmuckstück, werde noch glücklicher und form daraus das Nächste – ich glaube, es gibt nichts Schöneres, keinen tolleren Schmuck, als ein Dauergrinsen im Gesicht 😀

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