Husten, Mut und Heiterkeit…

… gesammelte Erkenntnisse aus den letzten zwei Wochen.

husten

Husten

Die letzten zwei Wochen lag ich praktisch flach. Die zur Zeit um sich schlagende Erkältung hat auch mich erwischt und mich mehr oder weniger ausgeknockt. Wie immer habe ich mir vorgenommen, während meiner Krankschreibung ordentlich was zu schaffen – ich hab ja Zeit.
Und wie immer lag ich am Ende doch wieder den ganzen Tag über im Bett, habe Serien oder Filme geschaut (welcome back, Watchever Account), gegessen oder geschlafen. Mein Training ist natürlich ausgefallen und auch mit der Ernährung habe ich es nicht mehr ganz so genau genommen. Zwar bin ich nicht völlig in alte Verhaltensmuster zurück gefallen, aber wenn mir mal nicht nach kochen war, gabs eben Döner und wenn ich etwas Naschen wollte, dann wollte ich eben Naschen.
Die ersten paar Tage war es tatsächlich auch ganz angenehm, ausschlafen zu können, den ganzen Tag zu gammeln und essen zu können was ich will.
Ab Tag drei oder vier änderte sich die Lage allerdings drastisch.
Meine Laune:  Roller Coaster Tycoon (und auf und ab und auf und ab […])
Meine Verfassung: Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Dauermüdigkeit, innere Unruhe, Unzufriedenheit, Aggressionslevel 10.000+
Mein Pensum (was habe ich wirklich geschafft): Hahahahahahahaha….

Erkenntnis: Für das Leben eines Couchpotatos bin ich definitiv nicht mehr geschaffen. Früher ein Sportmuffel und Fertigessen-Fan, drehe ich heute durch, wenn ich nicht genug Bewegung bekomme. Damit bin ich mein eigener, lebender und atmender Beweis dafür, dass Menschen sich ändern können.
Ein Sportmuffel zu sein ist keine Ausrede und auch kein Dauerzustand. Irgendwann macht es Spaß, befriedigt und therapiert. Keep going.

mut

Mut

Ich tus. Der Ratgeber ist fertig, ich habe ein Coverbild gekauft und mit ein bisschen freundschaftlicher Hilfe ist es auch schon zu einem schicken Cover herangewachsen. Zudem stehe ich mit einem Dienstleister in Kontakt, der mir mein Manuskript in das Ebookformat MOBI umwandelt, damit ich es (geplant ist Anfang Dezember) im Amazon-Store zum Verkauf anbieten kann. Fertig ist das Buch schon seit Wochen, auch die Überarbeitung nach den Kommentaren der Beta-Leser ist geschafft. Diesen letzten Schritt aber habe ich jetzt eine gefühlte Ewigkeit vor mir hergeschoben und mich vor der Veröffentlichung regelrecht gedrückt.
Ausreden gabs zur Genüge und wenn keine mehr da waren, war ich einfach zu müde, oder habe das Thema an sich schlicht ignoriert.
Oder es zumindest versucht.
Denn dieser nagende Gedanke: „Es ist fertig, beweg deinen Arsch und brings zu Ende“ war ständig da.
Also habe ich den Mut gefasst und bringe es nun tatsächlich zu Ende. Wow.
Von der ersten Idee, über das Schreiben bis hin zur baldigen Veröffentlichung ist eine schöne Zeitspanne vergangen und noch immer finde ich das Ganze ein wenig krass.
Immerhin wurde aus dem Träumen ein drüber reden und daraus nun schließlich bitterer Ernst.
Ich weiß noch nicht wie es wird und vielleicht floppt es so dermaßen, dass ich mir gehörig die Finger verbrenne.
Aber dann habe ich etwas gelernt, bin um eine Erfahrung reicher und kann sagen: Ich habs getan. Machts besser.

Erkenntnis: Ich bin mega aufgeregt. Egal wie es ausgeht, es ist eine neue und spannende Sache und vor allem ein Ereignis, dass ich nicht so schnell vergessen werde – das erste veröffentlichte Buch und auch noch selbst verlegt.
Schiebe das Ende einer Sache nicht ewig vor dir her. Gehe es mutig und neugierig an. Freue dich darauf, indem du die positiven Seiten hervorhebst. Halte die Luft an, aber kneife nicht die Augen zu – du solltest nichts davon verpassen. Und dann tu es.

heiterkeit

Heiterkeit

Wie aus dem Abschnitt Husten schon hervor geht, ist mir das Sportverbot während der Erkältung überhaupt nicht gut bekommen (Anmerkung: Egal wie genervt du bist, wenn du krank bist, kuriere dich trotzdem aus!). Mit meiner Laune ging es durchweg bergab und es gab nichts, was dagegen geholfen hätte. Außer, meinen Frust im Training rauszulassen – womit ich wieder vor dem Anfangsproblem stand.
Zwischendurch half laute Musik, schimpfen und vor mich hinmosern, teilweise auch jammern bei befreundeten Sportfreaks, die mich verstanden haben. Aber meckern wenn du trainieren willst, ist auf Dauer ungefähr so befriedigend, wie an einem Salatblatt zu kauen, wenn du richtig Lust auf eine Tatarpfanne hast. #nicht
Als mir der Arzt gestern dann das go! für langsames antrainieren gab, hab ich gestrahlt wie die Sonne (falls sich noch jemand daran erinnert was das ist) und habe mir den Wecker meines Handys für heute morgen auf 03:30 gestellt, um vor der Arbeit gehen zu können.
Oh ja, ich bin aufgestanden. Ich war auch trainieren.
Und von jetzt auf gleich war meine Laune wieder oben. Ich bin die Aufgaben angegangen, die ich schon seit zwei Wochen lustlos vor mir herschob.
Ich bin wach. Das Kopfweh ist weg, die Rückenschmerzen sind verschwunden.

Erkenntnis: Ich habs vermisst und auch wenn mein früheres Ich mir den Vogel zeigen würde, geht es mir mit Sport einfach besser. Ich fühle mich besser, nicht nur körperlich, sondern auch seelisch. Ich bin sehr viel zufriedener mit mir, meinem Leben und dem was ich habe.
Sport sorgt nicht nur dafür, dass du gesünder und fitter bist. Es ist auch eine Kopfsache. Wenn du richtig ins Schwitzen gerätst, bläst du dir auch den Kopf frei, lässt von Problemen und Sorgen ab und kannst dich wenigstens für diese eine Stunde mal komplett auf diese eine Sache konzentrieren. Es ist eine Auszeit für Kopf und Seele und der Hormonpush hinterher sorgt dafür, dass deine Laune noch für eine Weile oben bleibt. Ein Miniurlaub für deine Nerven – probiers aus.

mealice

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