Du brauchst ein Ziel. Und dann einen Plan

In letzter Zeit habe ich mich wieder vermehrt mit dem Thema Zielsetzung beschäftigt.
Das Jahr nähert sich dem Ende und das mit rasender Geschwindigkeit.
Es kommt mir so vor, als hätte ich gerade noch mit meiner besten Freundin Silvester gefeiert und schon steht in nicht mal mehr drei Monaten das nächste Silvester vor der Tür.

Wo bitte ist die Zeit hin? Und was habe ich im letzten Jahr eigentlich erreicht?

Mein Ziel war es, eine Grundlage für den nächsten Schritt in Richtung Autorenkarriere zu schaffen.
Ich wollte zum ersten Mal an Wettbewerben teilnehmen (erledigt), fit werden (noch dabei, war auch eher ein Nebenziel), mich mit ein paar Autoren in Foren vernetzen (erledigt, auch wenn ich es da in letzter Zeit habe schleifen lassen) und etwas fertig bekommen, das ich veröffentlichen kann (ein Buch ist in der Endphase, beim zweiten muss ich bis Jahresende noch ordentlich anziehen).
Auch meine beiden Blogs steigern sich langsam aber stetig und regelmäßig kommen ein paar neue Leser hinzu.
Dafür das mir das Leben gegen Ende letzten Jahres einen ordentlichen Tritt verpasst hat, der immer noch ein wenig nachhallt, habe ich also eine ganze Menge erreicht.

Die gesetzten Ziele sind also nahezu erreicht und ich stehe wieder „am Anfang“ der Zielsetzung.
Neue Ziele müssen her – was ist also zu tun?

1. Entscheide was du willst

Bevor du loslaufen kannst, musst du zuerst entscheiden, wo du eigentlich hin willst.
Das klingt zwar logisch, wird viel zu oft aber außer Betracht gelassen.
Was ist dein ganz großes Endziel? Wo willst du hin?
Nimm dir Zeit, um gut darüber nach zu denken, was du erreichen möchtest und wieso.
Gibt es Dinge die du unheimlich gern tust? Möchtest du sie zu deinem Beruf machen?
Oder gibt es etwas anderes das du unbedingt erreichen möchtest?

2. Schreib es auf – und zwar detailliert

Wenn du dein Ziel festgelegt hast, schreibe es auf und zwar so detailliert wie möglich!
„Abnehmen“, „weniger rauchen“ oder „mehr aufräumen“ sind keine detaillierten Ziele.
Mit einer Abnahme von 200g, einer Zigarette weniger am Tag und einer Socke, die du zusätzlich weg räumst, hast du diese „Zielsetzungen“ bereits erreicht, aber seien wir ehrlich – das hast du nicht wirklich gemeint, stimmts?

Du musst deine Ziele ganz detailliert festhalten. Schreibe auf, was genau du erreichen willst und bis wann du es erreicht haben willst.
Schreibe nicht: „Ich will bis nächsten Sommer weniger rauchen.“
Schreibe: „Ich will bis zum 31.01.2015 komplett mit dem Rauchen aufgehört haben. Keine einzige Zigarette mehr. Nie wieder.“
Dann weißt du klar und deutlich was zu tun ist und hast eine Zielsetzung, an der du dich orientieren kannst, falls du doch mal ins wanken gerätst (und wenn ich doch wieder eine schnelle Zigarette als Ausnahme… – Nein.).

3. Arbeite einen Plan aus

Du weißt was du bis wann erreichen willst und hast es dir auch ganz genau aufgeschrieben. Und nun?
Nun brauchst du einen Plan mit einzelnen Schritten und kleineren Zwischenzielen, die du erreichen musst.
Da ich nie Kettenraucher war und demnach auch nie aufhören musste, weiche ich an dieser Stelle vom Beispiel „mit dem Rauchen aufhören“ mal ab und nehme ein für mich näheres: Autorin werden.

Ich weiß, dass ich in zwei Jahren, also spätestens zum 31.12.2016, als Autorin frei stehen, also als Selbstständige ins Jahr 2017 feiern möchte.
Dazu braucht es einen Plan mit Zwischenzielen, denn zwei Jahre sind ein viel zu langer Zeitraum, um mir nur einen fernen Zielpunkt zu setzen, den ich irgendwann mal erreichen möchte.
Also breche ich das Ziel in kleinere Zwischenziele.

Zwischenziel 1: Bis Ende 2014 den ersten Roman in seiner Rohfassung fertig stellen.

Zwischenziel 2: Im ersten Quartal das erste fertig gestellte Buch an einen Verlag bringen oder selbst veröffentlichen.

Zwischenziel 3: Bis zum 30.06.2015 den Roman Verlagsreif fertig haben und anbieten.

usw…

Ich teile also die zwei Jahre im ersten Schritt in recht große (3 Monatige) Zeiträume ein.
Natürlich sind auch diese Schritte noch sehr groß, weswegen ich sie weiter herunter breche und mir notiere, wie viele Kapitel ich pro Monat fertig stellen möchte, wie viele Seiten pro Woche, oder wie viele Wörter pro Tag und so weiter.

Das was so einen Plan so wertvoll für dich macht, ist dass du dir selbst vor Augen führst, wie viel Arbeit und vor allem welche Arbeit von deiner Seite aus nötig ist, um dein großes Ziel zu erreichen.
Erst wenn du weißt was du zu tun hast und in welchem Zeitraum du welche Aufgaben zu erledigen hast, kannst du richtig los legen.

4. Halte dir deine Zielsetzung immer wieder vor Augen

Während du auf dein Ziel hinarbeitest, steht die Welt um dich herum nicht still.
Es passieren immer wieder Dinge, die dich ablenken, oder die dir Steine in den Weg legen. Manchmal scheint es, als würde es das Leben richtig darauf anlegen, dir deinen Fokus zu nehmen und schickt dir immer wieder neue Probleme und Versuchungen.
Damit du dein Ziel aber nicht aus den Augen verlierst, solltest du immer wieder zu deiner Zielsetzung greifen und sie dir durchlesen. Sieh dir deinen Plan an und reflektiere regelmäßig (z. B. einmal die Woche), wo du stehst und ob du noch im Zeitplan liegst.
Passe deine Arbeitsweise an wenn du merkst, das du vom Fahrplan abweichst oder aufgrund persönlicher Situationen vielleicht auch abweichen musstest.
Es ist nicht schlimm, wenn du hin und wieder vom Weg abkommst – sorge nur dafür, dass du regelmäßig kontrollierst wo du stehst und in welche Richtung du dich aktuell bewegst, um deine Ausrichtung notfalls korrigieren zu können.

Ob du deine Ziele erreichst und deine Träume verwirklichen kannst, ist zum großen Teil eine Frage von Mut, Ausdauer und viel Organisation.
Wenn du erst einmal weißt was du zu tun hast, ermöglichst du es dir auch, deine Ideen umzusetzen.
Viel Erfolg!

mealice

 

 

3 Gedanken zu „Du brauchst ein Ziel. Und dann einen Plan

  1. Hallo Ally!

    Nach ein PAAR Wochen 45 Minuten durchjoggen?? Also wenn das nicht motivierend klingt 😀
    Wenn du mir deinen Laufplan schicken könntest, wäre das super. Es ist extrem nett von dir, mir das anzubieten 🙂

    Ist Krafttraining auch effizienter, um weiche Körperstellen, zB Po und Oberschenkel zu festigen?

  2. Ich brauche deinen Rat als praktizierende Fitness-Kanone 🙂
    Ist es realistisch, innerhalb von 12 bis 18 Monaten so fit zu werden, dass ich 45 bis 60 Minuten am Stück joggen kann? Ich will den wabbelnden Stellen den Kampf ansagen.
    LG
    berry

    1. Hallo berry,

      ja das ist realistisch. 🙂
      Ich hatte mal einen Laufplan, mit dem wurde ich innerhalb von ein paar Wochen so fit, das ich 45 Minuten durchjoggen konnte.
      Und das mir als Anti-Jogging-Frau. Den werde ich auch wieder nutzen, wenn ich für die krassfit Challenge nächstes Jahr trainiere.
      Wenn du möchtest (und ich ihn wiederfinde^^), kann ich ihn dir zukommen lassen.

      Der Plan ist so aufgebaut, dass du regelmäßig laufen gehst, aber klein anfängst. Ich konnte dann ziemlich schnell schon 20 Minuten durchjoggen, obwohl ich zu Beginn bereits nach einer Minute eher mit Seitenstichen und hechelnd im Graben lag.

      Um Fett abzubauen, ist Krafttraining aber weitaus effektiver als stundenlanges Cardio.
      Cardio ist nützlich, um dein Herz-Kreislaufsystem und deine Abwehr zu stärken.
      Also du verbrennst dabei natürlich auch Kalorien, aber weniger und musst länger trainieren.

      Lg, Alice

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