Eigentlich ist das alles doch gar nicht so wichtig…

Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann rufe nicht die Menschen zusammen um Holz zu sammeln, Aufgaben zu verteilen und die Arbeit einzuteilen.
Lehre sie stattdessen die Sehnsucht nach dem großen, weiten Meer.
(Antoine de Saint-Exupery)

Willst du etwas erreichen, wird dir immer wieder gesagt das es „hart“ wird. Du wirst Rückschläge haben, Fehler machen und manchmal aufgeben wollen.
Ich habe mich immer gefragt, was dieses „hart“ sein soll.
Stellen sich mir Leute in den Weg, gegen die ich mich durchsetzen muss?
Wird es plötzlich so anstrengend das es meine Kräfte übersteigt?
Oder passiert etwas anderes mit dem ich nicht rechne?

Inzwischen arbeite ich eine ganze Weile an mir, sowohl was meine Fitness angeht, als auch an meinem Traum.
Tatsächlich versucht mir hin und wieder jemand rein zu reden, auch wenn der Großteil meines Umfelds mich unterstützt und gut findet was ich tue.
Tatsächlich hatte ich manchmal das Gefühl, das meine Kräfte nicht ausreichen.
Auch Dinge mit denen ich nicht gerechnet habe sind passiert. Schicksalsschläge die an meinen Kräften gezehrt haben und eine Verletzung die mich außer Gefecht gesetzt hat.
All das ist aber nichts, was ich als „hart“ bezeichnen würde, zumindest nicht in dem Sinne, das es mich von meinen Zielen abbringen würde.

Hart – das ist das was in dir drin ist.
Die kleine Stimme, die am Ende immer auf das selbe hinaus will: Das das alles eigentlich doch gar nicht so wichtig ist.
Wenn du jetzt keine Lust zum Schreiben hast, dann schreib eben morgen. Morgen ist doch auch noch ein Tag.
Wenn du zu faul zum Trainieren bist, dann lass es eben ausfallen. Kannst ja am nächsten Montag wieder anfangen.
Das Problem daran ist nur, wenn du aufhörst, dann hörst du auf.
Sicher ist ein Tag Pause kein Beinbruch – aber eben nur wenn es bei diesem einen Tag bleibt.
Deutlich öfter kommt es jedoch vor, das aus diesem einen Tag eine Reihe von Tagen wird.
Oder eine Woche. Ein Monat. Drei Monate, sechs Monate – und plötzlich ist das Jahr wieder vorbei und du bist immer noch am Anfang.
Im Grunde genommen ärgerst du dich darüber, erst recht wenn du dir ausrechnest, wo du jetzt schon stehen könntest, was du bereits alles erreicht haben könntest.
Bis du wieder darauf kommst, das es eigentlich gar nicht so wichtig ist.
Dann fängst du mit der Fortbildung die du wolltest, eben nächstes Jahr irgendwann an.
Das du dich selbstständig machst hat auch noch Zeit, der Markt ist gerade ohnehin nicht gut genug.
Und ja, du bist jeden Tag unglücklich in deinem Job, aber immerhin erhälst du ein festes Gehalt, also hälst du das schon aus.
Es ist eigentlich nicht so wichtig, wie du zu Anfang gedacht hast.

Es ist viel leichter, wenn du es einfach sein lässt

Fit zu sein bedeutet, auf seine Ernährung zu achten und regelmäßig trainieren zu gehen.
Um in diesen Lebensstil rein zu kommen, musst du dich aber eben zuerst anstrengen.
Klar, du könntest ein wenig gesünder sein, die ewigen Rücken- und Kopfschmerzen wären weg.
Du würdest dich wohler in deiner Haut fühlen.
Es gibt aber auch wichtigeres als auf dich zu achten.
Zum Beispiel fernsehen.

An deinem Traum zu arbeiten bedeutet Weiterbildungen, Lernen, Wissen.
Du müsstest lernen wie man ein Geschäft führt.
Wie du das was dir Spaß macht, professionell umsetzen könntest um damit Geld zu verdienen.
Du müsstest dich bewegen, auf Leute zugehen und mit ihnen ins Gespräch kommen.
Raus aus dir, raus aus deiner Komfortzone und hin und wieder auch ab ins kalte Wasser.
Leute würden anfangen, Dinge von dir zu erwarten, Ansprüche an dich stellen.
Dabei ist es doch viel wichtiger, in deiner Freizeit bis um 13 Uhr zu schlafen und dann erstmal zu chillen.
Immerhin gehst du arbeiten! Ein bisschen Ruhe muss ja auch sein – das ist auf jeden Fall wichtiger.

Wir haben gelernt, einfach aufzugeben

Eigentlich möchtest du nicht mehr allein sein, aber dich darum bemühen jemanden kennen zu lernen, dazu hast du auch eine Lust.
Lieber beschwerst du dich, das es keine guten Männer/Frauen mehr gibt.
Dein Chef kotzt dich an, aber eine andere Arbeitsstelle suchen? Es gibt ja keine.
Abnehmen kannst du auch nicht, weil es nun mal in deiner Genetik liegt – immerhin hat dir Almased ja auch nicht auf Dauer geholfen.

Sobald es anstrengend wird oder etwas Einsatz von dir erfordert, gibst du auf, nimmst die Dinge hin wie sie sind und wirst von deiner Umgebung dafür gehätschelt.
Damit bist du anerkannt – aber unglücklich.
Sicher, du redest dir ein das du es nicht bist – darin war ich eine wahre Meisterin.
Aber wieso hast du dann ständig Kopfschmerzen?
Wieso hast du ständig Streit und Zickereien mit irgendwelchen Leuten?
Warum hast du „keine Zeit und kein Interesse“ daran dich mal schick zu machen, verbringst aber Stunden damit, gut aussehende Leute als arrogant und oberflächlich zu betiteln?
Warum stehst du vor dem Spiegel und magst nicht was du siehst?
Warum bist du jeden Montag Morgen genervt wenn du aufstehen und zur Arbeit gehen musst?
Warum lebst du nur fürs Wochenende und deinen Urlaub?
Warum lebst du nicht jeden Tag?

Weil du aufgegeben hast.
Fang noch mal an und diesmal hör nicht darauf das es nicht so wichtig ist.
Denn es ist wichtig, DU bist wichtig.
Es ist tatsächlich hart gegen sich selbst anzutreten.
Verdammt hart sogar.
Aber die Sache ist es wert.

mealice

 

 

Ein Gedanke zu „Eigentlich ist das alles doch gar nicht so wichtig…

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