Einmal Muffel immer Muffel?

Als Teenager war ich ein Trainingsmuffel – und was für einer!
Mit 16 Jahren habe ich es mal in einem Fitnessstudio versucht und gehörte promt zu den üblichen Neujahrskunden. Ein paar Mal da gewesen, Buch lesend auf dem Cardiogerät gesessen, unlustig ein paar der Kraftgeräte absolviert, nach zwei Wochen nichts gemerkt und nicht mehr hingegangen.

Dieses Erlebnis ist das ein oder andere Jahr her und seitdem habe ich mich darauf festgelegt, Fitnessstudios zu hassen. Zwar habe ich mich von einem Exfreund nochmal dazu überreden lassen, es ein paar Jahre später in einem anderen Studio zu versuchen, aber auch da war mein Erfolg nur mäßig, ebenso wie meine Lust dazu.

Inzwischen aber bin ich seit über einem Jahr erneut Mitglied in einem Fitnessstudio  – dem selben in dem ich mit 16 Jahren war. Und was soll ich sagen? Ich liebe es!
Mittlerweile trainiere ich 4-5 Mal die Woche nach der Arbeit und am Wochenende und habe sogar richtig Spaß dabei. Das Beste: Endlich sehe ich auch Erfolge.

Wie kommts?

Wie bin ich aber von einem absoluten Couchpotato zum Fitnessfreak geworden?
So wie fast jede längerfristige Veränderung im Leben vonstatten geht: Schleichend.
Irgendwann war ich einfach an einem Punkt angelangt, an dem ich unzufrieden war.
Die eine oder andere Sache (wie z. B. Weight Watchers) habe ich zwar ausprobiert, am Ende aber festgestellt das das für mich auf Dauer nichts ist.
Also habe ich angefangen mich – mehr oder weniger notgedrungen – doch noch einmal mit dem Thema Sport auseinander zu setzen.
Grundsätzlich war ich auch nicht abgeneigt. Ich hab gern Basketball und Volleyball gespielt, könnte Stundenlang im Pool plantschen oder auch spazieren gehen und wollte unheimlich gern immer mal Kickboxen.
Zumindest in der Theorie. Aufgerafft habe ich mich zu keiner der Aktivitäten, zumindest nicht regelmäßig und schon gar nicht längerfristig.

Keine Bewegung bedeutete in meinem Fall aber: Zunahme, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, schlechte Laune, schlechte Ernährung, schlechte Haut.
Außerdem bekam ich nichts gebacken, denn wenn Rumsitzen etwas nach sich zieht, dann ist es der Wunsch, noch mehr rum zu sitzen.

Zweiter Versuch

Also habe ich angefangen, Sport zu treiben. Ich habe mir eine Yogamatte und ein paar 1-Kg Hanteln gekauft, Trainingsapps auf mein Handy geladen und los gelegt.
Die Apps habe ich sogar alle paar Tage artig abgearbeitet. Bauch, Rücken, Arme, Beine.
Irgendwann wurden die Übungen zu einfach und ich musste mir 2-Kg Hanteln nachkaufen.
Zusätzlich habe ich mit einem Lauftraining begonnen das ich aus einer Zeitschrift hatte – und stellte fest, das ich mich in ziemlich kurzer Zeit ziemlich gesteigert habe was meine Ausdauer angeht.

Das war der erste Aha-Effekt für mich. Wenn man es richtig macht, funktioniert es also doch.
Gut zu wissen.
Als die 2-Kg Hanteln auch wieder zu leicht wurden und ich feststellte das es mir nicht nur besser ging, sondern ich sogar Spaß am Training hatte, beschloss ich, eine zweite Chance zu vergeben.
Dem Fitnessstudio und mir.
Also habe ich ein Probetraining vereinbart, habe es ausgetestet und schließlich die Mitgliedschaft unterschrieben.

Heute: Machen statt Muffeln

Inzwischen trainiere ich regelmäßig im Studio, habe Spaß am Training, informiere mich weiter über Ernährung, Regeneration etc. und sehe endlich auch bleibende Erfolge.
Ich habe einfach festgestellt, dass die Frage Macher oder Muffel von hauptsächlich zwei Faktoren abhängig ist:

  1. Interesse
  2. Zeitpunkt / Alter

Zum einen musst du wirkliches Interesse an einer Sache haben, du musst es wollen.
Es hat nicht ausgereicht das ich mir gewünscht habe meinen Bauch los zu werden und trainiert zu sein.
Ich musste mich erst dazu bringen, es wirklich zu wollen und auch etwas dafür zu tun.
Erst als ich wirklich angefangen habe, mich mit dem Thema Fitness im allgemeinen ernsthaft auseinander zu setzen, habe ich genug Wissen, Informationen und auch Hilfe gefunden, um es tatsächlich durchziehen zu können.

Zum anderen muss einfach der Zeitpunkt und das Alter stimmen.
Ich weiß, es heißt der richtige Zeitpunkt kommt nie, aber ganz so sehe ich es nicht.
Mit 16 war für mich einfach noch nicht der richtige Zeitpunkt gekommen. Ich steckte immer noch im schönsten Chaos des Erwachsen werdens und hatte andere Probleme sowie den üblichen Weltschmerz zu verarbeiten.
Zwar war ich unglücklich über den ein oder anderen Umstand, aber vom Kopf her einfach noch nicht ausgereift genug, um mich wirklich mit den Dingen zu beschäftigen die mich störten.
Heute ist das anders – inzwischen sehe ich einige Dinge aus einer anderen Perspektive und habe endlich sowohl den Kopf als auch die Kraft dafür, mir meine Wünsche zu erarbeiten, anstatt immer nur davon zu träumen.

Und das ist eigentlich auch schon das ganze Geheimnis hinter der Sache:
Wenn du etwas wirklich willst, wenn es dich wirklich interessiert, dann beschäftige dich eingehend damit.
Du wirst dazulernen, du wirst deine Fehler nicht wiederholen und du wirst definitiv Erfolge erzielen.
Je mehr du lernst, erfährst, ausprobierst und auch wirklich konzentriert und motiviert bei der Sache bleibst, desto eher wirst du – nicht nur beim Sport/Abnehmen – Erfolge sehen.

Mein Feinschliff

Mit Eigeninitiative und selbst zusammen getragenen Informationen habe ich schon einiges im letzten Jahr geleistet, für den Feinschliff habe ich mich aber entschieden, mir einen Profi zuzulegen.
Einen Personal Trainer direkt habe ich mir nicht zugelegt, aber ein Programm gekauft, das vollgestopft ist mit weiteren Infos, einem Trainingsplan, einem Ernährungsplan und genügend Motivation.
Zusätzlich habe ich die anderen Teilnehmer als Motivationsstütze, auf die ich auch bei Fragen und Unsicherheiten immer wieder zurück greifen kann.

Das Programm heißt SizeZero – aber nicht erschrecken, es geht bei weitem nicht um die Kleidergröße Null.
Ganz im Gegenteil ernährt man sich 5, bei Bedarf 6 und ich meistens sogar 7x täglich (weil ich zu früh aufstehe), trainiert und erzielt dadurch seine Erfolge.
Inzwischen bin ich am Ende von Woche zwei angekommen (2/10) und musste mit den Sporteinheiten aufgrund eines umgeknickten Knöchels/Sprungelenks leider erst einmal aussetzen.
An die Ernährung halte ich mich jedoch weiterhin und setze das Training so schnell wie möglich wieder ein.

Ich bin sehr gespannt auf den Ausgang dieser zehn Wochen und werde natürlich berichten.
Wenn du vorher noch Fragen zum Programm hast, kannst du mich gern anschreiben (Mail siehe Impressum), allgemeine Kommis, deine eigenen Erlebnisse oder Fragen bitte wie gehabt in die Kommentare.

PS: Ja du hast richtig gesehen – Simply Human hat ein neues Design! Das alte war mir zu verspielt/kitschig, das neue finde ich ein wenig erwachsener.
Feedback hierzu bitte auch in die Kommentare. 🙂

mealice

 

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