Wie du verbal Kraft tanken und deine Aufgaben motivierter erledigen kannst

Mein Terminplan ist voll.
Brotjob, Traum“job“, Sport, gesunde Ernährung, Haushalt und oh – Leute treffen (da war was).
Es macht Spaß, es bringt mich weiter und ich fühle mich richtig gut seitdem ich im Leben aus den vollen Schöpfe.
Vor allem aber fühle ich mich auch müde.

Nicht jeden Morgen komme ich megapünktlich aus dem Bett, es gibt Tage, manchmal ganze Wochen in denen ich kaum aus dem Knick komme und mehr prokrastiniere als alles andere.

Dann gibt es wieder Zeiten, in denen ich wie ein Duracelhase durch den Tag rausche und eine Arbeit nach der anderen erledige.
Das bedeutet nicht das ich die Arbeiten in meinen faulen Phasen nicht mache.
Ich mache sie nur langsamer, unmotivierter und schaffe dann natürlich auch nicht so viel.

Das gefährliche an diesen Phasen ist, das du schnell darin versinken kannst.
Fange ich an, das Faulsein zuzulassen, gewöhne ich mich unglaublich schnell daran und fange an, immer mehr Aufgaben vor mir her zu schieben.

Um dem entgegen zu wirken, habe ich inzwischen mehrere Techniken entwickelt, um mich wieder zu motivieren, mich aufzuraffen und mich selbst zu treten, wenn gerade niemand sonst da ist, der es tut.
Ein paar dieser Techniken möchte ich dir kurz beschreiben – vielleicht ist die eine oder andere ja etwas für dich?

  1. Kurze „Merksätze“
  2. Motivation-Videos
  3. Ein Ziel
  4. Mein Dickkopf

1. Ich nutze Instagram.
Hin und wieder um mein Essen zu posten, manchmal Kollagen oder Bilder auf denen tolle Sprüche stehen. Meine Eigenbeteiligung ist nach der anfänglichen Hochphase allerdings wieder etwas zurück gegangen – hauptsächlich nutze ich Instagram derzeitig dazu, motivierendes Material zu sammeln.
Mit dabei sind auch Bildchen auf denen nichts weiter zu sehen ist, außer sogenannte „Sinnsprüche“, die immer etwas wahres an sich haben.
Interessanterweise sind das Dinge die ich eigentlich weiß, bei denen es mir aber hilft mich aufzuraffen, wenn ich über ein paar davon drüber lese.

Beispiele:

  • How to be happy: Decide every morning, that you are in a good mood.
  • Think for yourself. Trust your own intuition. Another`s mind isn`t walking your journey, you are.
  • „What if i fall?“ – „Oh, but my darling… what if you fly?“
  • You can’t change, what you refuse to confront.

Oder, wenn ich mal ganz unmotiviert bin:

  • Be a fucking wolf. Be a fucking lion. Take no shit. Set goals – smash them.

2. Von Motivationsvideos mag jeder halten was er mag – mir helfen sie. 
Mittlerweile höre ich nur noch halb hin, weil ich sie inzwischen auswendig kenne und viele der Motivationsreden sind für das Empfinden mancher vielleicht auch „übertrieben“ von der Begeisterung der Redner – aber genau das macht sie aus.
Motivation kommt von innen und genau da musst du es ran lassen.
Es geht darum, ein Gefühl in dir zu wecken – Willen – und diesen Willen soweit zu stärken bis du handelst.
Das schaffst du am besten durch Wiederholung bestimmter Stichwortsätze, indem du dir immer und immer wieder erzählen lässt, was du längst schon weißt.
Das du dran bleiben musst, das du Geduld brauchst und Arbeit in deine Träume stecken musst.

Beispiele:

  • You don’t say „i build a wall, the biggest wall that was ever build!“
    You say „I lay that brick. And i lay it as perfect as a brick was ever laid.“
    And you lay that brick, and the next brick, and the next brick…
    And then you _have_ the wall.
  • Work beats talent. Those who work, succeed over the talented that don’t work.

Falls du dir so etwas mal ansehen möchtest, verlinke ich dir eine Playlist aus Motivationsvideos.
Kurze Info: Die Videos sind in englischer Sprache. Falls es deutschsprachige Videos gibt, schreib mir die Links doch in die Kommentare, dann stelle ich gern eine zweite Playlist für dich zusammen.

3. Ich habe ein (konkretes) Ziel.
Genau genommen sogar mehrere in verschiedenen Gebieten, der Einfachheit halber nehme ich als Beispiel den Sport.
Als ich anfing Sport zu treiben, war alles eher unbestimmt.
Ich wollte abnehmen, wollte das alles ein wenig straffer und schicker ist.
Und das war es dann auch schon mit meiner Vorstellung.
Also ging ich mal mehr mal weniger regelmäßig hin, lies es auch mal ausfallen und ernährte mich dementsprechend schluderig.

Immerhin machte ich ja Sport, also konnte ich auch mehr Essen, oder?
Vermutlich ahnst du es schon: Da ich nur „irgendwie“ abnehmen wollte, machte ich auch nur „irgendwie“ Sport und hatte dementsprechend auch nur „irgendwie“ Fortschritte.

Ich baute Muskeln auf und ja, so ein bisschen formte sich auch meine Figur, aber so wirklich motiviert war ich nicht bei der Sache.
Das änderte sich, als ich mir ein konkretes Ziel setzte (welches das ist, behalte ich erstmal für mich).
Ich wusste plötzlich ganz genau wo ich hin wollte, was ich erreichen wollte.
Also fing ich an zu trainieren – effizienter, häufiger, härter.
Außerdem stellte ich meine Ernährung nun endgültig um, Stück für Stück, immer weiter.
Ein, zwei Wochen Anlaufzeit brauchte ich trotzdem noch, aber dann fing ich bereits an, erste Erfolge zunächst zu spüren und dann auch zu sehen.
Jetzt geht es immer schneller, je mehr ich über die Themen Fitness und Ernährung lerne und mein Training aber auch meine Nahrungsaufnahme weiter optimiere, desto schneller sehe ich neue Erfolge.
Das schönste daran: Weil ich ein festes Ziel habe, gehe ich nicht nur motivierter an die Sache ran – sondern mit Spaß.

Mittlerweile bin ich ein kleiner Fitnessfreak geworden, etwas das ich nie erwartet hätte.
Und alles nur, weil ich mir ein Ziel gesetzt habe, auf das ich hinarbeiten kann.

4. Ich bin Steinbock – durch und durch.
Ob man ihn ausbilden kann wenn man ihn nicht von Natur aus hat, weiß ich leider nicht – denn ich habe meinen Dickkopf schon immer gehabt.
Egal wie lustlos ich manchmal bin, egal wie müde – wenn ich etwas unbedingt will, bin ich in der Lage mich so anzustacheln, das ich mich auch zur letzten Einheit aufraffe, wenn ich eigentlich schon röchelnd überm Gerät hänge.
Dann bin ich in der Lage mir einen schwarzen Tee zu kochen, alles andere auszublenden und noch zwei Stunden an meinem Roman zu arbeiten, obwohl ich eigentlich müde bin.

Die oberen Taktiken, die Bilder auf Instagram mit den Merksätzen (die in meinem Handy eine jederzeit abrufbare Screenshotgalerie bilden), die Motivationsvideos und das vor Augen halten meiner konkreten Ziele, sie alle dienen nur dazu, meinen Dickkopf (oder auch Willen) zu stärken.

Das Schlüsselwort ist ganz einfach: Wiederholung.
Sage dir immer wieder das du es willst, warum du es willst.
Hole dir unterstützende Sinnsprüche oder Bilder von dem was du willst.
Schau dir die Videos an bis du sie auswendig kannst und lass dich von der dort erzeugten Stimmung mit reißen.

Du musst es wollen, dich darauf einlassen und immer wieder aufstehen.
Streich den Gedanken „ich kann nicht“ aus deinem Kopf.
Denn wenn du aufgibst, wirst du es immer noch wollen – aber es nicht erreichen.

An sich zu arbeiten _ist_ harte Arbeit.
Es ist anstrengend, ermüdend und manchmal auch frustrierend wenn du einen Rückschlag erlebst (was hin und wieder einfach passiert).
Morgens aufzustehen ist nicht einfach, pünktlich ins Bett zu gehen um ausreichend Schlaf zu erhalten auch nicht.
Nicht jeder wird verstehen warum du es machst, einige werden dich vielleicht neckend aufziehen, andere nur den Kopf über dich schütteln.
Aber du wirst auch Leute treffen, die dich verstehen und dir beistehen – vielleicht sogar weil sie ähnliche Ziele und Motivationen haben.

Es ist hart, zu kämpfen und jeden Tag dein möglichst bestes zu geben.
Aber so müde und schlapp ich mich auch manchmal fühle – kann ich dir nur versichern das es sich lohnt.

mealice

6 Gedanken zu „Wie du verbal Kraft tanken und deine Aufgaben motivierter erledigen kannst

    1. Oh das freut mich wirklich! 🙂
      Ich gehe heute nach der Arbeit auch trainieren, also denk Montags einfach dran: Alice geht auch. 😉

  1. Was mich motiviert – und das ist vermutlich total schräg – ist: Drüber jammern, wie schwach und müde ich bin und dass ich mit niiiiiichts weiterkomme.
    Noch beim Jammern kommen mir nämlich aus unerfindlichen Gründen neue Kräfte und die Ideen, wie ich alle Probleme wieder lösen und weitermachen kann.
    Ergibt das auch nur den geringsten Sinn? ^^

    1. Ja! Bei mir hilft das witzigerweise auch!
      Immer wenn ich bei dir im Autorenforum rumgejammert habe das ich nicht weiter komme und nie etwas schaffe, bin ich danach motivierter denn je und arbeite wieder mehr daran! 😀

      1. Das Problem ist: Dadurch, dass man jammert, wirkt man auf andere irgendwie unproduktiv. Dabei ist das Gegenteil der Fall – wer jammert, gewinnt, ist glücklicher, ausgeglichener und leistet mehr 😀

        1. Ich denke eher immer das ich zu viel rumjammere und dann im nächsten Post schon erzähle, wie viel ich gerade geschafft habe. 😀 Aber schön wenn du weißt woher dann beides kommt – sowohl das Jammern als auch die Liste an abgearbeiteten Aufgaben hinterher.

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