Ich will voll erfolgreich sein – aber nur ein bisschen

Ich will haben, aber nichts dafür geben. 
Ich will Erfolg/Geld/ein besseres Leben, aber keinen Finger dafür rühren. 

Das ist eines der Grundprobleme des Menschen.
Wenn du antriebslos bist, heißt das nicht das du keine Träume, keine Ziele hast.
Es heißt nur, das du zu faul bist, deinen Arsch zu bewegen, um sie irgendwie möglich zu machen.
Eines der größeren Probleme hierbei ist, das du oftmals nur weißt das du etwas willst, etwas anderes – aber nicht genau weißt was genau du eigentlich willst.

Du willst mehr Geld? Zufriedener sein? Besser aussehen? Schönere Dinge besitzen?

Aber weißt du denn auch, wie du deine Stärken einsetzen kannst und willst, um mehr Geld zu bekommen?
Weißt du denn, was du im Leben brauchst, um zufriedener zu sein?
Weißt du was du tun musst, um besser auszusehen?
Oder was du tun musst, um schönere Dinge zu besitzen?

Vermutlich nicht.

Bloß nicht mit dem beschäftigen was du eigentlich willst

Jetzt zu diesem Zeitpunkt stehst du ganz am Anfang.
Dein Leben ist irgendwie blöd, es fühlt sich nicht richtig an.
Vielleicht weißt du sogar schon, was nicht stimmt, irgendwo ganz unterbewusst.
Aber du traust dich nicht, es los zu lassen oder anzupacken und zu ändern.
Weil es bedeuten würde, das sich dein Leben verändert, das du dich verändern musst.
Es würde bedeuten, das etwas passiert, von dem du noch nicht weißt, wie es ausgeht.
Also beschäftigst du dich lieber nicht weiter damit.
Immerhin kommst du ja auch so ganz gut über die Runden, also warum anstrengen?

Aber es stört dich trotzdem – immer wieder

Immer wieder hast du das Gefühl, das etwas in deinem Leben fehlt, das etwas nicht so läuft wie es laufen sollte.
Diese Gedanken kommen und sie gehen, zumindest oberflächlich.
Unterbewusst sind sie aber immer da.
Du spürst das du nicht da bist wo du sein willst oder sein könntest und das nagt an dir, unentwegt.
Aber du kannst ja nichts tun.
Weil du im Alltag zu viel zu tun hast. Weil du müde bist.
Weil du auf andere angewiesen bist und die Schuld sind, das du nicht weiter kommst.
Weil der Staat Schuld ist, oder dein Partner, deine Freunde, deine Feinde, deine Eltern, die Umstände, das fehlende Geld, das Leben.
Weil jeder Schuld ist außer dir.

Ein bisschen Erfolg reicht ja eigentlich auch

Irgendwann packt es dich. Dieser Moment, in dem es Klick macht und du es angehst.
Endlich setzt du dich hin und überlegst dir, was du willst und wie du es bekommen könntest.
Du willst abnehmen, also meldest du dich im Fitnessstudio an.
Du willst mehr Geld verdienen, also erkundigst du dich was es für Jobs gibt.
Du willst eine bessere Beziehung, also setzt du dich hin und schreibst Regeln auf an die du und dein Partner sich zukünftig halten sollen.

Aber dann merkst du, das das Training echt anstrengend ist. Das es Überwindung kostet immer wieder hin zu gehen. Das es Überwindung kostet, sich gesünder zu ernähren.
Du merkst, das es mit Arbeit verbunden ist, den Job zu finden den du machen willst, Bewerbungen zu schreiben, zu Vorstellungsgesprächen zu gehen, von dir zu überzeugen und dir den Job wirklich zu holen.
Du merkst, das es anstrengend ist, sich in der Beziehung an ein neues Verhaltensmuster zu gewöhnen und das dein Partner auch nur halb mit macht.

Also schwänzst du das Training, kehrst zur einfacheren, ungesunden Ernährung zurück, bleibst in deinem Job oder sogar arbeitslos und verfällst in deiner Beziehung in das selbe ungesunde Muster zurück, mit dem ihr auf eine Trennung zusteuert – oder auf ein unglückliches Leben zu zweit.

Wenn du gefragt wirst, warum du aufgegeben hast, fallen dir viele Gründe ein.
Das Studio und die gesunden Lebensmittel sind zu teuer oder du hast keine Zeit, du findest keinen besseren Job, obwohl du ja ganze zwei oder drei Mal versucht hast was zu finden und dein Partner hält sich ja eh nicht an die Absprachen, also warum solltest du es tun?

Und so wie es jetzt ist, geht es ja auch irgendwie, also arrangierst du dich damit.
Nur das du weiter unglücklich bist.

Den Kreis durchbrechen

Was du brauchst, ist schlicht gesagt einen Arsch in der Hose.
Du brauchst ein klares Ziel, du brauchst Disziplin und vor allem musst du in der Lage sein, dich und deine Situation realistisch einzuschätzen.

Und was du ganz dringend brauchst, ist ein dicker schwarzer Edding, mit dem du „der/die/das ist Schuld an“ aus deinem Wortschatz streichst.
Wenn du etwas nicht erreichst, ist nur einer Schuld daran: DU.
Weil du einfach aufgibst und zulässt das es nicht funktioniert, anstatt dich wirklich mal hinter zu klemmen und es durch zu ziehen.
Dann dauert es eben drei Jahre bis du es geschafft hast – na und?
Diese drei Jahre vergehen, so oder so.
Du entscheidest aber, ob du nach den drei Jahren glücklicher bist, oder immer noch da bist wo du dich jetzt befindest – nur noch unglücklicher als momentan.

Wenn es einfach wäre, würde es jeder tun.

Aber es ist nicht einfach. Es ist hart, manchmal sogar verdammt hart.
Und es ist deine Entscheidung: Leiden um zu bekommen was du willst? Oder Leiden ohne zu bekommen was du willst.

Denn eines ist dir klar: So wie es jetzt ist, geht es dir nicht gut. Du willst mehr, du willst etwas aus deinem Leben machen.
Also solltest du dir eines gut einprägen: Der Schwerpunkt hierbei, liegt auf machen.

mealice

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