Fail to plan is plan to fail

Wer versagt zu planen, plant zu versagen.

Wer sich mit gesunder Ernährung – gerade im Bezug auf Fitness – beschäftigt, wird früher oder später auf obige Aussage treffen.
Was dort so leicht von der Zunge geht, ist im Grunde genommen eine ziemlich wichtige Erkenntnis, wenn man seine Ernährung wirklich in den Griff bekommen möchte.

Was bedeutet denn „gesunde Ernährung“?

Gesunde Ernährung bedeutet, das man sich erkundigt, was der eigene Körper regelmäßig benötigt, an Nährstoffen, Vitaminen, in welcher Konzentration und Menge, wie oft, unter welchen Umständen etc.

Vor allem bedeutet es, zu wissen was der Körper nicht braucht und einen übermäßigen Genuss von solchen „Lebensmitteln“ zu vermeiden oder wenigstens einzuschränken.
Je weniger künstliche Zusatzstoffe in deiner Nahrung sind, desto gesünder ist sie.
Das bedeutet aber auch, das du viel selbst zu bereiten muss – Fertignahrung ist nicht – und das möglichst frisch.

Du musst also den Hintern hoch kriegen und dich mit deiner Nahrung beschäftigen und das stetig und ständig.
Nun hat man aber nicht immer Lust, jeden Tag frisch zu kochen und manchmal schlichtweg auch keine Zeit.
Besonders wer mit beiden Beinen fest im Arbeitsleben steht, weiß das es nicht immer so kommt wie man geplant hat.
Plötzlich ruft kurz vor Feierabend ein Kunde an und wirft die ganze fertige Arbeit noch einmal um – und natürlich muss es bis morgen fertig sein – und statt wie geplant um fünf, bist du erst um sieben oder acht fertig und vielleicht um neun erst zu Hause.
Jetzt noch kochen? Näää.

Dann gibt es da noch die Tage an denen alles glatt geht, du pünktlich zu Hause bist, sogar alle Zutaten da hast – und trotzdem keine Lust hast zu kochen.

Das Resultat

Du greifst zum Hörer und rufst den Inder an. Oder den Pizzadienst. Oder greifst zur Tiefkühlpizza die im Eisfach liegt (nur zur Sicherheit natürlich).
Jaaa, du hast die Zutaten da. Und du hast Zeit zum Kochen. Und es wäre gesunder und günstiger. Aber scheiß drauf.
Das eine Mal ist doch nicht schlimm.
Wenn du dann den Pizzakarton weg wirfst und im Papiermüll noch die anderen zwei Pizzakartons findest (von dieser Woche), stellst du fest  – upps – war ja doch nicht nur einmal.
Aber egal – eine schlechte Woche hat jeder mal.
Und diese schlechte Woche ist eben diese. Und letzte oder? Vielleicht auch noch nächste Woche… und schon ist es wieder vorbei mit der gesunden Ernährung.

Gesunde Ernährung bedeutet aber nicht, hin und wieder gesund zu kochen und ansonsten ungesund zu leben.
Es bedeutet, gesund zu leben und hin und wieder mal zu schummeln.
Ja – schummeln ist erlaubt. Aber das schummeln sollte auch schummeln bleiben.

Wie man plant

An dieser Stelle kommt wieder mein Leitwort 2014 ins Spiel: Disziplin.
Setz dich hin, nimm Stift und Zettel mit. Allergiker dürfen auch ihr Ipad, Handy, den Laptop oder sonstiges bemühen.
Schreib dir auf was du Montag zum Frühstück essen willst, was zum Mittag in der Firma, was zum Abendessen.
Wiederhole das für Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag.
Wenn du auch am Wochenende kochfaul bist, auch noch für Samstag und Sonntag.
Am besten gleichst du die Mahlzeiten gleich mit deinem Kalender ab.
Welche Verabredungen stehen an? Wo musst du vielleicht gar nicht selbst kochen weil ihr ausgeht?
Wo geht ihr hin (dann kannst du deine anderen Mahlzeiten an diesem Tag auf den Restaurantbesuch abstimmen, um trotzdem einigermaßen ausgewogen ernährt zu sein).

Jetzt kommt der Trick: Nimm dir einen freien Tag (Samstag oder Sonntag oder wann immer dein freier Wochentag ist), gehe einkaufen und koche die Gerichte vor. Alle.
Noch besser ist es, wenn du mehr als die benötigten Portionen kochst und den Überschuss einfrierst.
Achte auch darauf, jede Mahlzeit mit genügend Gemüse und Grünzeug zu versehen, mit übersichtlichen Kohlenhydraten und viel Protein.

Wenn du vor kochst, musst du nur einmal kochen (dafür aber richtig) und du hast genug Mahlzeiten zur Hand die gesund und schon fertig sind.
Ob du nun eine von deinen Mahlzeiten aufwärmst oder eine Fertigpizza ist vom Arbeitsaufwand der selbe – aber du ernährst dich weiterhin gesund und gerätst auch einfach nicht in die Versuchung, ungesund zu essen.

Die Vorteile

  • Du sparst eine Menge Geld
  • Du tust dir selbst etwas gutes
  • Du fühlst dich auf Dauer fitter, ausgeglichener, einfach besser
  • Die Kilos vermehren sich nicht, sondern weichen (wenn du deine Mahlzeiten entsprechend zusammen stellst)
  • Heißhungerattacken sind nicht mehr so schlimm, weil du deine Mahlzeit schnell erwärmen kannst, anstatt Snacks zu futtern
  • Du hast keine Ausrede mehr, ungesundes in dich rein zu stopfen
  • Du kommst gar nicht mehr so schnell auf die _Idee_, etwas ungesundes zu bestellen: Immerhin weißt du ja schon was du isst und musst nicht erst überlegen

Fazit + Extratipp

Plane dein Essen regelmäßig und koche vor.
Wenn du nicht für die ganze Woche vorkochen willst, gibt es auch noch Option B:
Koche ein paar einfache Gerichte vor (z. B. Suppen, Hühnchen mit Reis und Gemüse, Milchreis mit fettreduzierter Milch) und friere sie portioniert ein. „Portioniert“ ist hier das Zauberwort.
So hast du immer ein paar Notfallgerichte zur Hand, falls du in eine „keine Lust/keine Zeit zu kochen“ Phase kommst.
Da sie schon portioniert sind, gerätst du nicht in Versuchung mehr zu essen als du brauchst – immerhin ist nicht mehr da, weil du auch nur eine Portion auftaust.

Das Ding ist einfach: Du musst dich damit beschäftigen, wirklich beschäftigen und den für dich besten Weg finden.
Dieser beste Weg bedeutet nicht Lieferservice, nicht wenn du etwas erreichen willst (zum Beispiel die Gewichtsabnahme).
Es ist wie in jedem Gebiet, egal ob es um Gewichtsabnahme, Erfolg im Sport/Job/der Liebe oder um dein Aussehen geht das du verbessern willst: Wenn du deinen Ar*** nicht bewegst, wird sich auch nichts verändern.
Bist du zu faul um dich mit einem Thema das eigentlich wichtig für dich ist zu beschäftigen und auch mal etwas dafür zu tun, Ratschläge auszuprobieren und schlicht gesagt den Hintern zu bewegen – dann wirst du keinen Erfolg haben.
Da hilft auch nicht die zehnte Diät und die sechste, überteure „Wunderpille“.

Du bist die Person die dir im Weg steht. Und du bist auch die Person, die dich weiterbringen kann.
Du bist die Person die entscheidet, wo sie Ende diesen Jahres steht.

Me, Alice

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.