Am Endes Geldes…

… ist immer noch so viel vom Monat übrig.

Weihnachtszeit, die Feiertage, Silvester – am Ende des Jahres kommt immer einiges zusammen und vermutlich bin ich nicht die Einzige die gut ausgegeben hat.
Was ist denn mit dir, hm?
Japp, das hab ich mir gedacht. 

Die Frage ist nur, wie kommst du jetzt wieder zurück ins Gleichgewicht mit deinen Finanzen?

Der erste Schritt, um deine Finanzen wieder in den Griff zu bekommen

Ich habe mich in den letzten Tagen eingehender mit dem Thema beschäftigt und dazu den ein oder anderen Artikel gelesen.
Unter diversen Spartipps, Anleitungen dazu wie man Coupons nutzt (die meisten Artikel die ich las stammen aus Amerika und dort gibt es praktisch in jeder Stadt eine Coupon-Nationalliga) und Hinweisen darauf wie man auf Webseiten durch das Ansehen von Werbungen Geld verdienen kann, habe ich auch ein paar wirklich gute Tipps bekommen.

Der erste Tipp ist so einfach, wie er gleichzeitig auch schwierig ist: Hör auf, Geld auszugeben.

Einfach, da logisch und nachvollziehbar, schwierig, weil es einiges an Überwindung kostet.
Der Knackpunkt ist, wenn du dich erstmal daran gewöhnt hast Geld auszugeben, ist es schwierig, wieder damit aufzuhören.
Etwas zu kaufen was du haben willst, löst ein Glücksgefühl aus an das du dich verdammt schnell gewöhnst.
Entsagst du dich diesem Gefühl plötzlich, streikt etwas in dir und will unbedingt, das du so weiter machst.
Auf lange Sicht macht dich diese Verhaltensweise aber eher unglücklich, weshalb es wichtig ist, wieder in ein gesundes Verhältnis zu deinen Ausgaben zurück zu kehren.

Das bedeutet: Hör auf, Geld auszugeben und zwar _sofort_.
Nicht noch mal hier Essen gehen und dort dieses Top kaufen das gerade im Angebot ist, oder die Bestellung auf Amazon umsetzen weil du diese DVD ja noch _unbedingt_ brauchst.
Lass es.
Sofort.

Von irgendwas muss ich aber leben!

Stimmt, natürlich kommst du nicht ganz ohne Geld auszugeben aus.
Aber was ist denn mit den Vorräten in deiner Küche?
Weißt du was du noch im Kühlschrank hast, im Küchenschrank/der Speisekammer, in deinem Tiefkühler?
Falls du nicht alles sofort aufzählen kannst, schnapp dir ein Blatt Papier und einen Stift und mach eine Liste.
Schreib dir alles auf was du noch hast. Dann setz dich hin und überlege dir, was du daraus kochen kannst.
Du hast noch eine Packung Karotten? Mach eine Karottensuppe daraus – gut portioniert bekommst du da vier Mahlzeiten raus.
Oder du hast noch passierte Tomaten und Tartar? Koche einen großen Topf Bolognesesauce und friere die Soße portioniert ein.
Auch hier kannst du an die vier oder fünf Portionen abstauben, nur noch Nudeln dazu, fertig.
So und ähnlich verplanst du deine Vorräte und musst in dieser Zeit kein Geld für Nahrung ausgeben.
Du hast in der Zeit Lust auf was anderes als das was du da hast oder einen Jjieper auf Süßkram den du kaufen müsstest?
Dann gib vorher nicht so viel Geld aus. Jetzt bist du im Sparmodus, um deine Finanzen wieder in den Griff zu kriegen.

Eine weitere Sache sind die Kosmetika. Bestimmt hast du nicht nur dein übliches Zeug herum stehen, sondern auch irgendwo einen ganzen Haufen Pröbchen.
Zuerst: Sortiere alles aus was abgelaufen ist. Tu dir und deiner Haut selbst einen Gefallen und schmier dir nichts ins Gesicht oder sonstwohin, das das MHD überschritten hat.
Dann wirf alles weg, das du auf keinen Fall benutzen würdest, was nicht zu deinem Hauttyp oder deiner Augenfarbe passt.
Im restlichen Fundus ist bestimmt einiges bei, was du sowieso schon immer mal ausprobieren wolltest.
Also nutze die Gelegenheit und verbrauche erst einmal alle Proben die so rumfliegen, ehe du etwas neues kaufst.

Das klingt alles so… blöd

Vielleicht denkst du jetzt das das alles blöd klingt. Das es keinen Spaß machen wird und das man sich im Leben doch auch mal was gönnen muss.
Ich gebe dir in allen Punkten recht. Aber bedenke, warum du das machst.
Weil du es in letzter Zeit mit den Ausgaben übertrieben hast.
Das hier, das Sparen, ist eine vorübergehende Situation die dazu dienen soll, dich finanziell wieder auf den Damm zu bringen.
Je mehr du dich jetzt zusammen reißt, desto eher wirst du wieder in „normalen“ Verhältnissen leben.
Und vielleicht lernst du ja auch noch was dabei. Nämlich das man nicht immer jedem drängen nachgeben muss, sondern das es sich manchmal lohnt, zweimal nachzudenken ehe man sein Geld heraus wirft.

Vielleicht entdeckst du sogar, das es doch Spaß machen kann, auf sein Geld zu achten, wenigstens hin und wieder.
Weil es nämlich viel toller ist, Geld zu haben und einem Verlangen hin und wieder spontan nachgeben zu können, anstatt sich zu ärgern das man sein Geld schon sinnlos für die xte Zeitschrift rausgeworfen hat, anstatt endlich mal eines von zwanzig Büchern zu lesen, die zu Hause rumfliegen – neu gekauft – weil man sie eigentlich lesen wollte.

Zusammenfassung

Lange Rede, kurzer Sinn, hier hast du nochmal zusammen gefasst die wesentlichen Punkte:

  • sofort aufhören, Geld auszugeben
  • eine Liste aller Nahrungsvorräte machen
  • vorkochen und auch Mittagessen von zu Hause mit auf Arbeit nehmen
  • Kosmetikproben aufbrauchen, bevor neues gekauft wird
  • das nutzen was du hast (zum Beispiel ein Buch lesen anstatt fünf Zeitschriften zu kaufen)

Woher…

ich weiß das das funktioniert?
Erfahrung.
Ich bin ein Mensch, der überlegt was er anschafft, darauf hinspart und auch vorsorglich darauf achtet, ein wenig was anzusparen, um im Notfall immer flüssig zu sein.
Wenn ich sage das ich pleite bin, bedeutet das nicht das ich richtig pleite bin. Es bedeutet nur, das ich kein Geld mehr zur Verfügung habe, das ich frei ausgeben kann und möchte.
Aber hin und wieder passiert es auch mir, das ich einfach Lust habe, mal shoppen zu gehen, mir zu gönnen was ich haben will und mich zu belohnen.
Etwa weil ich beruflich oder privat großes geschafft habe, weil ich in der Verwirklichung meiner Ziele einen wichtigen Meilenstein erreicht, irgendwie weitergekommen bin oder einfach weil ich stolz darauf bin, wie ich mein Leben nun führe. Das ich klar komme und mir selbst treu bleibe.

Gründe sich belohnen zu wollen gibt es viele und ja – manchmal muss das sein.
Wirf dein Geld raus, geh feiern, kauf dir etwas teures das du haben willst, hau auf die Pauke.
Es gibt solche Monate, manchmal auch zwei oder drei hintereinander.
Das alles ist nicht schlimm, solange du dich rechtzeitig wieder einkriegst und Gegenmaßnahmen zur Ebbe in der Kasse ergreifst.

Das wichtigste aber: Mach dich nicht verrückt und vor allem versteck dich nicht vor deinen Finanzen. Es zu leugnen macht die Situation nur noch schlimmer.
Also sorg einfach dafür, es ein wenig ruhiger angehen zu lassen und gib dir und deinen Finanzen ein wenig Zeit, euch wieder zu erholen.
Und nach der nächsten oder übernächsten Gehaltsüberweisung sieht das alles schon gar nicht mehr so schlimm aus.
Du musst es nur angehen.

signatur

 

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