Warum der erste Schritt sich lohnt

„Take the first step in faith. You don`t have to see the whole staircase, just take the first step.“ – Martin Luther King, Jr.

Der erste Schritt.
Über das Anfangen an sich habe ich schon oft geschrieben.
Mit Freunden, mit Familie, hier im Blog und auch nur für mich selbst.
Dieser erste Schritt, ist der entscheidene und gleichzeitig auch der allerschwerste.

Die meisten Menschen missachten den Rat von Mr. King – sie fangen nicht an zu laufen, bevor sie nicht die ganze Treppe vor Augen haben.
Das auf was sie warten ist ein Spielplan, der ihnen den ganzen Weg von jetzt bis zum endgültigen Erfolg darlegt. Der ihnen sagt, das nichts schief gehen wird wenn sie los laufen und das alles genau so kommen wird, wie sie es sich vorstellen.

Aber diesen Spielplan gibt es nicht.
Natürlich kann man sich absichern. Man kann ein Geldpolster anlegen für Notfälle, man kann immer eine Rücktrittsklausel in seine Verträge einbauen, um aus einem schief gelaufenen Projekt halbwegs sicher wieder raus zu kommen und man kann sich die Unterstützung von Freunden zusichern, falls etwas nicht so läuft wie geplant.

Trotzdem garantieren auch diese Hilfsmittel keinen sicheren Weg die Treppe hinauf. Es kann dir immer mal wieder eine morsche Stufe begegnen oder das Geländer wegbrechen.

Und genau deswegen gehen so viele Menschen gar nicht erst los.

Das was es benötigt um das Bein zu heben, es auf die erste Stufe zu setzen und sich mit dem anderen Bein vom sicheren Boden abzustoßen, ist Mut.
Mut, den die meisten Menschen nicht haben, denn im Grunde genommen bedeutet Erfolg nicht nur das „alles besser“ wird, sondern es bedeutet Veränderung.
Einen Zustand den der Mensch von Natur aus scheut und sich selbst so viele Steine in den Weg legt, das er kaum noch darüber hinweg kommt.
Man nennt es dann „Angst vor der eigenen Courage“, „Angst vorm Erfolg“ oder auch „Angst vor dem Scheitern“.

Was tue ich, wenn ich anfange und dann nicht mehr weiter komme?
Wenn ich scheitere? 
Wenn alle über mich lachen, weil ich für die Erfüllung meiner Träume aus der Masse heraus treten muss? 
Wenn ich sichtbar werden muss und es dann nicht schaffe? 

Oder auch:

Was tue ich, _wenn_ ich es geschafft habe? 
Die Leute werden Dinge von mir erwarten, die ich dann sicher nicht erfüllen kann. 
Was ist, wenn mir einer eine Frage stellt – in aller Öffentlichkeit – die ich nicht beantworten kann? 
Was ist, wenn jemand hinter meinen Erfolg blickt und sieht, das ich in Wirklichkeit nur ein normaler Mensch bin? 
Das ich niemand besonderes bin? 

Der Weg ins Ungewisse

Wenn du einen Traum hast, eine Idee, ein Ziel vor Augen, hast du bereits einen Teil erfüllt.
Du weißt wo du hin willst (und das ist sehr viel mehr als die meisten Menschen wissen!), aber du weißt immer noch nicht, wie du dort hin gelangst.
Start und Ziel sind am ehesten zu definieren wenn du ganz genau weißt was du willst.
Der Start ist dein Leben wie es jetzt ist, das Ziel die Erfüllung deines Traums, die Umsetzung deiner Idee.

Leider liegen Start und Ziel aber nicht gerade direkt nebeneinander – dazwischen liegt ein großes weites Feld.
Voller Löcher im Boden, voller Baumgruppen die die Sicht verstellen, vielleicht sogar ein Berg auf halber Strecke, der den Rest des Feldes verbirgt und damit auch einen großen Teil des Weges.

Wenn du los läufst, weißt du nicht, wie es ausgehen wird.
Was ist, wenn sich das Wetter auf deinem Weg über das Feld verändern wird?
Wenn es regnet oder schneit?
Wenn du in eines der Löcher stolperst und dir den Knöchel verstauchst?
Was ist, wenn im Wald unheimliche Tiere auf dich warten oder du am Fuß des Berges fest stellst, das du gar nicht klettern kannst?

Du läufst direkt ins Ungewisse.

Lohnt sich der erste Schritt denn überhaupt?

Ja.

Ja es lohnt sich, den Mut aufzubringen, um diesen ersten Schritt zu gehen.
Es lohnt sich, auf den ein oder anderen Film, die Serie, auf die zwei Stunden die du auf Facebook verschwendest zu verzichten und dich stattdessen hin zu setzen und etwas für die Verwirklichung deines Traums zu tun.
Es lohnt sich hin zu fallen, es lohnt sich wieder aufzustehen.
Es lohnt sich, Niederlagen einzustecken, es lohnt sich die „Freunde“ zu verlieren, die dich nicht unterstützen, sondern dir nur erzählen das du das ohnehin nicht schaffst und irgendwann anfangen über dich zu lästern.
Es lohnt sich, endlich den Arsch zu bewegen und dich zum ersten Mal in deinem Leben diszipliniert für etwas einzusetzen und es bis zum Ende durchzuziehen.

Denn irgendwann wirst du aufwachen und feststellen, das dein Traum kein Traum mehr ist.
Du hast dich verändert, bist an dir selbst und deinen Aufgaben gewachsen.
Du bist stärker geworden, selbstbewusster und du hast endlich das, was du schon immer wolltest.

Du hast dein Ziel erreicht, die Angst vor dem ersten Schritt überwunden und dir sowie allen Zweiflern bewiesen, das du es schaffen kannst.
Allein das macht dich zu etwas besonderem.

Me, Alice

2 Gedanken zu „Warum der erste Schritt sich lohnt

  1. Wunderbar geschriebene und sehr wahre Worte. Besonders schwer ist es, wenn die „Das wird eh nichts“-Sager aus der Familie kommen und sich auch von ersten Erfolgen nicht umstimmen lassen, mal anders zu denken.
    Aber da muss man durch…

    1. Danke dir! 🙂

      Ja das stimmt allerdings. Leute die einem das Gefühl vermitteln das man nichts gebacken kriegt, gibt es leider auch in der Familie. Da hilft nur, Kopf hoch und durch.

      Solange man seinen eigenen Wert kennt und das tut wo man auch hinter steht, steht man sicher genug, um solchen Aussagen auch zu widerstehen.

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